Führungswechsel in Ulm

Neuer Chef für Recordati

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Berlin -

Der italienische Hersteller Recordati hat einen neuen Deutschlandchef: Karsten Haas tritt die Nachfolge von Dr. Birgit Daglinger an.

Haas kommt von Grünenthal; er war seit 1996 für den Hersteller aus Aachen tätig. Zuletzt verantwortete er die Marke Palexia. In Ulm tritt er die Nachfolge von Daglinger an; die Ärztin war seit 2018 für die Geschäfte von Recordati in Deutschland verantwortlich, unter ihrer Führung war zuletzt der Außendienst massiv zusammengestrichen worden.

Recordati geht hierzulande auf die Originalia-Sparte der einstigen Merckle-Gruppe zurück, der Geschäftsbereich war 2005 vom italienischen Hersteller übernommen worden. Seit Sommer 2018 gehört der Konzern mehrheitlich dem Finanzinvestor CVC, Anfang Dezember gab Andrea Recordati jetzt den CEO-Posten ab.

Recordati kommt in Deutschland auf einen Umsatz von rund 105 Millionen Euro. Bekannteste Produkte sind Claversal und Ortoton, die beide allerdings mittlerweile generischer Konkurrenz ausgesetzt sind. Im Bereich Kardiologie gehören außerdem Zanipress und Mobloc, im Bereich Gastroenterologie Citrafleet, Laxbene/Silibene und Hylak zum Portfolio. Zur Kategorie Orthopädie gehören Produkte wie Ambene und Dolobene, zum Bereich Urologie Spasuret und Urorec.

Jüngster Neuzugang im Sortiment war 2018 Regilia gegen Schizophrenie; für das allerdings nach der Nutzenbewertung ein Erstattungspreis festgesetzt wurde.

Mehrfach hat Recordati in den Kernbereichen zugekauft, 2018 etwa das Altoriginal Beloc von AstraZeneca oder 2019 Signifor von Novartis. In diesem Jahr übernahm der Hersteller das Inkontinznmittel Kentera von Ratiopharm und Eligard von Astellas. 2012 hatte Recordati sechs OTC-Marken von Johnson & Johnson gekauft, darunter Rhinopront, Betadorm, JHP-Rödler, Collomack, Tirgon und Xitix.

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