Apothekenkooperationen

Migasa fusioniert mit Alphanet

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Berlin -

Die Kooperation mit dem Hausärzteverband Nordhrein war für Migasa und Alphanet nur der erste Schritt: Jetzt schließen sich die beiden Kooperationen zusammen.

Die Fusion soll zum 1. August über die Bühne gehen, wie die beiden Geschäftsführer Frank Niehaus (Alphanet) und Thomas Knoll (Migasa) bekannt geben. „Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg mit so vielen – auch jungen – engagierten KollegInnen, die ständig neue Ideen für die Zukunft der inhabergeführten Apotheken in Deutschland kreieren. Wir sehen sehr optimistisch in die Zukunft und werden die Apothekenlandschaft aktiv gestalten“, so Knoll, der Migasa weiterhin als Alleingeschäftsführer leiten wird.

Die neue gemeinsame Kooperation wird unter dem Namen Migasa firmieren und mit Mitgliedern in acht Bundesländern vertreten sein. Die sich ergänzenden Leistungsbausteine werden alle weitergeführt und sollen durch den Zuwachs an Know-how ergänzende Facetten erhalten. „Die Fusion unserer beiden seit langem befreundeten Kooperationen passt einfach! Sowohl von den gemeinsamen Überzeugungen und Werten, der strategischen Ausrichtung als auch von der regionalen Aufstellung“, so Holger Gnekow, Gesellschafter von Alphanet.

Bereits seit über zwei Jahren arbeiten die beiden Apothekenkooperationen gemeinsam erfolgreich an der Entwicklung einer selbstlernenden Software zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) für Apotheken und Ärzte. „Hiermit werden wir neue Maßstäbe in der pharmazeutischen Betreuung durch die Apotheken setzen können – Hand in Hand mit den Hausärzten vor Ort“, so die beiden Projektverantwortlichen Dr. Alexander Schmitz (Alphanet) und Sebastian Kockmann (Migasa). Für das Vorhaben wurden die Gemeinschaftsfirma Viandar mit Sitz in Lengerich gegründet; für das Vorhaben wurde im vergangenen Jahr der Hausärzteverband Nordrhein gewonnen.

Zu Migasa gehören über 200 Apotheken. Die Apotheker verpflichten sich, die Produkte der Industriepartner vorrangig zu platzieren und den Abverkauf aktiv zu fördern. Dafür profitieren sie von Marketing- und Vertriebsdienstleistungen, etwa der Botendienstplattform apothekenheld.de, dem Shop-in-Shop-Konzept pflegerat-apotheke.de, der Personalplattform arbeitsplatz-apotheke.de sowie weiteren pharmazeutischen Dienstleistungen. Nach außen treten die Apotheken nicht als Verbund auf; eine Dachmarke gibt es nicht. Stattdessen gibt es seit 2011 ein eigenes Blisterzentrum im niedersächsischen Nordhorn. Migasa wurde 1998 gegründet und hat derzeit ein Dutzend Apotheker als Gesellschafter.

Alphanet mit Sitz in Hamburg wurde nach eigenen Angaben im Jahr 2006 mit dem Ziel gegründet, „erfolgreiche, unabhängige und inhabergeführte Apotheken, in den alltäglichen Arbeiten im Backoffice zu entlasten und die Warenwirtschaft vom Einkauf über die Logistik bis hin zum strategischen Abverkauf zu optimieren“. Derzeit gibt es fünf Gesellschafter – neben Niehaus (Niehaus-Apotheken, Ahrensburg) und Gnekow (Privilegierte Adler Apotheke, Hamburg) sind das Dr. Alexander Schmitz (Schmitz-Apotheken im nördlichen Niedersachsen) sowie Julia Scheel (Vita-Apotheke, Hamburg) und Oliver Schmidt (Antares-Apotheken, Hamburg) – und 20 Mitglieder mit insgesamt 39 Apotheken.

Alle Alphanet-Apotheken arbeiten mit Prokas als einheitlichem Warenwirtschaftssystem und kaufen gemeinsam ein. Derzeit gibt es Vereinbarungen mit 37 Herstellern und drei Großhändlern. Alphanet funktioniert nach dem Umlagenprinzip: Die Teilnehmer zahlen monatliche Beiträge und erhalten dadurch die Möglichkeit, an allen Leistungen zu partizipieren.Beide Kooperationen sind zudem Wegbereiter für die patientenindividuelle Verblisterung von Arzneimitteln und sehen darin einen wichtigen Baustein für eine sichere und wirtschaftliche Versorgung von Pflegebedürftigen im stationären wie ambulanten Bereich.

 

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