Redcare ist ein neuer Coup gelungen: Nachdem der Konzern bereits vor drei Jahren den früheren DocMorris-CEO Olaf Heinrich zum Vorstandschef machte, soll nun mit Max Müller ein weiterer Ex-Manager des Konkurrenten in den Aufsichtsrat berufen werden.
Redcare hat heute verkündet, dass der Aufsichtsrat nach einem umfassenden Such- und Selektionsverfahren neue Kandidaten für die Wahl in den Aufsichtsrat nominiert hat. Neben Müller sollen auch Anja Hendel und Peter Schmid von Linstow auf der Hauptversammlung am 15. April in das Kontrollgremium gewählt werden.
Müller ist derzeit Senior Vice President und Head of Global Public Affairs bei Bayer; laut bringt er langjährige Erfahrung im Bereich Public Affairs mit und ist mit den Besonderheiten der regulierten Gesundheitsbranche bestens vertraut. 2013 war er als Chief Strategy Officers (CSO) in den Vorstand von DocMorris berufen worden; davor hatte er mit einer kurzen Unterbrechung lange für den Mutterkonzern Celesio gearbeitet. Ab 2012 war er für einige Monate für den Klinikkonzern Rhön tätig.
Der Jurist hatte nach einem Referendariat im Bundestag als Unternehmensberater gearbeitet. Schon 2002 begann die Zusammenarbeit mit DocMorris, 2008 holte ihn Celesio an Bord. Damals unterhielt Müller parallel mit dem heutigen gesundheitspolitischen Sprecher der Union, Jens Spahn (CDU), eine eigene Lobbyfirma.
Hendel verfügt laut Redcare über tiefgehende Kenntnisse in den Bereichen digitale Strategie, Technologie-Governance und organisatorische Transformation. Zuletzt war sie als Geschäftsführerin bei Diconium tätig, einem Partner für digitale Unternehmenstransformation und einem Unternehmen der Volkswagen-Gruppe.
Schmid von Linstow zeichnet sich laut Redcare durch ausgeprägte strategische Kompetenz aus, die er durch seine umfangreiche Erfahrung in der erfolgreichen Skalierung von Unternehmen bei Visable, Parship, Ebay and AutoScout24 aufgebaut habe.
Björn Söder, Jérôme Cochet und Jaska de Bakker werden aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. Firmengründer Michael Köhler, der neben Galenica mit 8 Prozent auch einer der größeren Aktionäre ist, soll als Aufsichtsratschef die Nachfolge von Söder antreten. Auch Co-Gründer Stephan Weber ist im Kontrollgremium vertreten.
„Wir freuen uns, drei außergewöhnliche Kandidatinnen und Kandiaten als Mitglieder für den Aufsichtsrat nominieren zu können. Ihre Erfahrung im regulatorischen Umfeld, in den Bereichen Finanz- und Unternehmensskalierung sowie in der digitalen Transformation wird die Kompetenzen des Aufsichtsrats wertvoll ergänzen“, kommentiert Söder. „Wir sind überzeugt, dass ihre Perspektiven unsere Governance weiter stärken und unsere Aufsicht verbessern werden, während Redcare ihre langfristigen strategischen Ziele weiterverfolgt. Bei dieser Gelegenheit möchte ich zudem Jaska de Bakker und Jérôme Cochet meinen aufrichtigen Dank für ihr Engagement in den vergangenen Jahren aussprechen.“