Pharmakonzerne

Roche baut in Mannheim

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Berlin -

Roche baut in Mannheim. Der schweizerische Pharmakonzern errichtet für 36 Millionen Euro ein neues Vertriebsgelände. Dort wird der deutsche Kundenservice der Sparte Diagnostics sitzen. Außerdem soll ein Dem-Labor entstehen.

In dem Neubau könnten künftig Kunden aus Deutschland und Mitarbeiter aus verschiedenen europäischen Ländern in einem repräsentativen Ambiente empfangen werden, sagte Diagnostics-Geschäftsführer Dr. Thomas Schinecker. Das Gebäude sorge für kurze Wege, effektive Prozesse und schaffe Raum für weiteres Wachstum.

In dem neuen Gebäude werden auch Büroarbeitsplätze sowie Räume für Kunden- und Mitarbeitertrainings entstehen. Der sogenannte Open Campus Mannheim (OCM) sei ein wichtiger erster Schritt zur Öffnung des Werkgeländes und ein zentraler Bestandteil der andauernden Modernisierung des Standortes, sagte Werkleiter Martin Haag.

Der Neubau hat eine Nutzfläche von rund 13.000 Quadratmetern. Dort sollen rund 200 bestehende Arbeitsplätze zusammengeführt werden. Kürzlich wurde in Mannheim ein neues Diagnostika-Gebäude für die Verpackung immundiagnostischer Produkte eingeweiht. Zudem baut Roche derzeit für rund 260 Millionen Euro in ein Pharma- und ein Laborgebäude. In den vergangenen fünf Jahren wurden hierzulande rund 1,8 Milliarden Euro investiert.

Roche in Deutschland ist mit weiteren Standorten in Penzberg, Grenzach-Wyhlen, Waiblingen/Remseck und Berlin laut Unternehmensangaben weltweit die zweitwichtigste Länderorganisation innerhalb des Konzerns. Insgesamt werden rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon 8000 in Mannheim.

Der 1896 gegründete Konzern hat seinen Hauptsitz in Basel und ist in rund 100 Ländern tätig. Im vergangenen Jahr wurde mit rund 92.000 Mitarbeitern ein Umsatz von rund 48,1 Milliarden Schweizer Franken (plus 5 Prozent) erwirtschaftet. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen bei rund 9,3 Milliarden Franken.

Das Pharmageschäft erzielte rund 37,3 Milliarden Franken (plus 5 Prozent). Zuwächse gab es in der Sparte vor allem mit Onkologika (plus 8 Prozent) wie Avastin (Bevacizumab). Der Bereich Immunologie wuchs angesichts des Zukaufs von Esbriet (Pirfenidon) der US-Biotechfirma Intermune um 24 Prozent.

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