Ab in die Sichtwahl

Hydrocortison: Galen kommt akut

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Berlin -

Mit Hydrogalen akut bringt Galenpharma ab Oktober eine OTC-Variante seines Klassikers in die Apotheken. Hydrogalen akut enthält 0,5 Prozent Hydrocortison und kann bei leichten bis mäßig ausgeprägten entzündlichen Hautveränderungen angewendet werden. Auch innerhalb der Rx-Dermatika gibt es seit kurzer Zeit ein neues Produkt: Metigalen mit Methylprednisolonaceponat zur Behandlung von Ekzemen. 

Hydrogalen akut ist eine Creme mit 5 mg Hydrocortison pro Gramm. Das Produkt kommt ab Oktober in zwei Packungsgrößen in die Sichtwahl – 15 Gramm und 30 Gramm. Das Dermatikum dient der Behandlung von leichten Hautentzündungen und allergischen Hauterkrankungen mit oder ohne Juckreiz. Das Präparat ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet und kann ein- bis zweimal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Eine Anwendung darf nur auf intakter Haut erfolgen.

Innerhalb der Selbstmedikation sollten Cortisoncremes nicht länger als 14 Tage appliziert werden. Hydrocortison darf bei Kindern unter sechs Jahren nicht angewendet werden. Insbesondere die Haut von Säuglingen und Kleinkindern ist durchlässiger für Arzneistoffe. Durch eine höhere transkutane Penetration kann es unter Umständen zu systemischen Nebenwirkungen kommen. Andere Rx-Varianten sind für Kinder unter sechs Jahren besser geeignet.

Im Beratungsgespräch sollte auf die Grenzen und Kontraindikationen hingewiesen werden. Handelt es sich um einen großflächigen Ausschlag, so sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Gleiches gilt für allergische Hautreaktionen die von weiteren Symptomen wie Hitze oder Atembeschwerden begleitet werden. Cortisone sind keine Alleskönner – bei bakteriellen Infektionen und der perioralen Dermatitis verschlechtern Hydrocortison & Co. die Symptomatik. Auch bei Virusinfektionen wie Windpocken oder Herpes ist eine Anwendung von Externsteroiden nicht angezeigt.

Innerhalb der verschreibungspflichtigen Dermatika hat Galen eine Lotion mit Methylprednisolonaceponat auf den Markt gebracht. Die Metigalen-Lotion enthält 1 Milligramm Methylprednisolonaceponat pro Gramm. Es sind drei Packungsgrößen erhältlich – 20 g, 50 g und 100 g. Indiziert ist das Dermatikum bei leichten bis mittelschweren akuten exogenen Ekzemen. Dazu zählen beispielweise die allergische Kontaktdermatitis, das dyshidrotische Ekzem und das Eczema vulgaris. Auch bei endogenen Exzemen wie Neurodermitis und der atopischen Dermatitis kann die Verwendung der Lotion die Sympotme lindern.

Die Anwendung erfolgt einmal täglich. Die Lotion darf nicht auf Wunden oder nässende Areale aufgetragen werden. Die möglichen Nebenwirkungen betreffen fast ausschließlich die Haut. So kann es unter der Anwendung zu Ekzemen, Exfoliationen der Haut, Ausschlag und Schmerzen kommen. Das Produkt darf nicht großflächig aufgetragen werden. Eine okklusive Anwendung ist zu vermeiden. Bei Kindern unter drei Jahren sollte vor der Anwendung eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Bei bakteriellen Hautkrankheiten oder Pilzbefall ist eine Kombinationstherapie mit weiteren Dermatika notwendig.

Apotheke als erste Anlaufstelle bei Kontaktekzem

Die Kontaktallergie wird als Spättypreaktion bezeichnet, denn die ersten Symptome treten meist erst nach etwa 12 bis 24 Stunden auf. Diese verzögerte Reaktion hat ihren Ursprung in einer Sensibilisierungsphase, in der der Betroffene mit dem Allergen in Kontakt kommt. Bei erneutem Kontakt werden spürbare Enzymreaktionen ausgelöst. Es kommt zu Rötung, Juckreiz, Schwellung oder Bläschenbildung. Für die Behandlung des Kontaktekzems ist es wichtig, den Auslöser zu kennen, sodass weitere Reaktionen durch Meidung des Auslösers vermieden werden können. Als erste Hilfe können freiverkäufliche Cortisoncremes mit Hydrocortison dienen.

 

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