Hepatitis-Therapie

Weltweiter Boom für Sovaldi & Co APOTHEKE ADHOC, 27.07.2016 14:44 Uhr

Berlin - Die neuen antiviralen Arzneien gegen Hepatitis-C haben für einen weltweiten Boom gesorgt. Der Umsatz mit Hepatitis-Präparaten hat sich seit ihrem Markteintritt im Dezember 2013 vervielfacht. Bereits im zweiten Jahr nach Markteintritt steigt das Marktvolumen auf 29 Milliarden Euro. Das ist nach Zahlen von IMS Health ein Plus von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom Zuwachs gehen knapp 90 Prozent auf die neuen Arzneimittel gegen Hepatitis C zurück. In Deutschland hat der Boom allerdings seinen Peak schon überschritten.

Die neuen, direkt wirkenden antiviralen Präparate gelten als wirksamer, sicherer und besser verträglich als die älteren Therapien. Diese oral einzunehmenden Arzneimittel erreichen bei einer kurzen Behandlungsdauer von drei bis sechs Monaten bis zu 100 Prozent Effektivität, schreibt IMS Health in einer Marktanalyse.

2015 stieg der Umsatz mit antiviralen Mitteln gegen Hepatitis in Deutschland aufgrund der neuen Therapien danach um 96 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro. Auf die neuen Arzneimittel gegen Hepatitis C entfällt ein Umsatzanteil von 95 Prozent. In diesem Jahr zeichnet sich allerdings eine rückläufige Entwicklung ab: Der Umsatz im Markt schrumpfte von Januar bis Mai 2016 um 43 Prozent.

Es gibt fünf Arten von Hepatitis, die mit unterschiedlicher Häufigkeit in Deutschland vorkommen. Hepatitis C ist am weitesten verbreitet: 2015 gab es hierzulande 4887 neue Fälle. Es folgen Hepatitis B (3783 neue Fälle), E (1267) und A (856). Schlusslicht bildet Hepatitis D mit nur 19 neuen Fällen.
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