Harvoni und Sovaldi als Granulat

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Berlin - Gilead erweitert das Portfolio bei den beiden Hepatitis-C-Medikamenten Harvoni und Sovaldi. Harvoni kommt in einer neuen zusätzlichen Wirkstäke auf den Markt, Sovaldi in einer neuen Darreichungsform.

Das Kombinationsarzneimittel Harvoni ist bereits als Granulat am Markt, jedoch nur in der Wirkstärke 33,75/150 mg pro Beutel. Nun erweitert Gilead sein Portfolio der Granulate um die Stärke 45/200 mg. Pro Beutel sind 45 mg Ledipasvir und 200 mg Sofosbuvir enthalten. Bei Ledipasvir handelt es sich um einen HCV-Inhibitor. Dieser ist auf ein spezielles Eiweß, das HCV-NS5A-Protein, gerichtet. Dieses Protein ist sowohl für die RNA-Replikation als auch den Zusammenbau von HCV-Virionen erforderlich. Sofosbuvir ist ein sogenannter pangenotypischer Inhibitor der RNA-abhängigen RNA-Polymerase NS5B des Hepatitis-C-Virus, die für die Virusreplikation erforderlich ist.

Das Granulat wird bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von drei Jahren zur Behandlung der chronischen Hepatitis C angewendet. Die Dosierung ist vom Körpergewicht abhängig: Ab 35 kg wird standardmäßig zweimal täglich ein Beutel eingenommen. Bei geringerem Körpergewicht erfolgt die einmal tägliche Gabe. Bei Kindern unter 17,5 kg Körpergewicht sollte das schwächer dosierte Granulat angewendet werden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Erschöpfung und Hautausschlag.

Sovaldi war bisher in zwei Dosierungen als Tablette verfügbar. Nun folgt die Markteinführung des befilmten Granulats im Beutel. Das Sofosbuvir-haltige Monopräparat wird in Kombination mit anderen Mitteln ebenfalls zur zur Behandlung der chronischen Hepatitis C bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von drei Jahren angewendet. Das Mittel wird häufig in Kombination mit dem Nukleosid-Analogon Ribavirin verabreicht. Hier kommt es zu folgenden häufigen Nebenwirkungen: Verminderte Hämoglobinkonzentration, verminderter Appetit (vor allem bei Kindern unter 12 Jahren), Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, erhöhte Bilirubinkonzentration im Blut sowie Erschöpfungund Reizbarkeit.

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