Fructoflor: Malabsorption probiotisch bekämpfen

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Düsseldorf -

Die Fruktose-Malabsorption ist bislang nicht heilbar. Betroffene nehmen vor den Mahlzeiten enzymatisch wirkende Nahrungsergänzungsmittel ein, um die Umwandlung von Fruktose zu Glukose zu unterstützen. Mit Fructoflor verspricht AixSwiss bei regelmäßiger Einnahme eine dauerhafte Linderung der Beschwerden durch Neuansiedlung eines bestimmten Bakterienstammes. Die körpereigene Fruktose Aufspaltung kann wiedergewonnen werden.

Bei dieser Nahrungsmittelunverträglichkeit kann der Einfachzucker Fruktose nur mangelhaft oder gar nicht aus dem Dünndarm aufgenommen werden. So gelangt die Fruktose weiter in den Dickdarm, wo sie von Bakterien verstoffwechselt wird. Hierbei entstehen Gase, die zu Beschwerden wie Blähungen und Unwohlsein führen. Die Fruktose hat im Darm einen osmotischen Effekt, sodass vermehrt Wasser einströmt. Betroffene leiden zum Teil unter schweren Durchfällen.

Fructoflor ist in Kapselform verfügbar. Diese sind magensaftresistent und enthalten Lactobacillus Delbrueckii und Lactobacillus Fermentum LF7. Die neuartige Wirkungsweise entsteht laut Unternehmen insbesondere durch den Bakterienstamm Lactobacillus fermentum LF7. Dieser siedelt sich im Dünndarm an und bevorzugt Fruktose auch in Anwesenheit anderer Zuckerarten. Hierdurch gelangt kaum noch Fruktose in den Dickdarm und die typischen Beschwerden entfallen. Durch die Ansiedlung im Dünndarm entsteht die dauerhafte Wirkung.

Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren nehmen täglich eine Kapsel 10 bis 20 Minuten vor der ersten Mahlzeit mit ausreichend Wasser ein. Nach einer verordneten Karenzphase durch den Arzt erhöht sich die Dosis auf zwei Kapseln am Tag. Die Dauer der erhöhten Dosierung entspricht der Dauer der Karenzphase. Um eine erfolgreiche Ansiedlung der Bakterien zu erzielen, sollte die Einnahmedauer ungefähr ein bis zwei Monate betragen. Bei Bedarf können die Kapseln aufgrund der natürlichen Wirkungsweise auch dauerhaft eingenommen werden. 30 Kapseln kosten 29,90 Euro.

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