Randnotiz

DocMorris ist RechtUndGesetz Alexander Müller, 12.09.2017 17:10 Uhr

Berlin - DocMorris ist als AG gewordener Apothekenschreck immer für eine Meldung gut – gerade im Umfeld des Deutschen Apothekertags (DAT). Und so rauschten auch heute die Holland-Versender, das von der Apothekerlobby gewünschte Rx-Versandverbot und der Vorzug von Rezeptboni durch den Blätterwald. Und die Ankündigung von DocMorris, weitere Arzneimittelautomaten betreiben zu wollen.

Nachdem der Arzneimittelbus vor der vergangenen Bundestagswahl über die Dörfer tingelte und nunmehr abgemeldet in der Garage steht, setzt DocMorris neuerdings auf die Terminals. Ein ausgelagertes Arzneimittellager, ein Kommissionierer von Riedel, ein Call-Center im niederländischen Heerlen, fertig ist die neue Apotheke.

Ganz so einfach geht es nicht, sagen die Behörden und Gerichte bislang. Die Zur Rose-Tochter musste eine Niederlage vor der anderen einstecken, der Automat ist derzeit stillgelegt. Trotzdem kündigt Zur Rose-Chef Walter Oberhänsli jetzt an, weitere Automaten aufbauen zu wollen. Die Presseagentur dpa meldet: „Der Arznei-Versandhändler DocMorris will im Streit um Apothekenautomaten nicht klein beigeben.“

Oberhänsli stellt aber klar, dass man natürlich erst dann einen neuen Versuch unternehmen wird, wenn der Fall im baden-württembergischen Hüffenhardt juristisch geklärt ist. Die Begründung in der aktualisierten dpa-Fassung lautet: „Überschrift und Lead neu gefasst, um klarzustellen, dass DocMorris sich nicht über geltendes Recht hinwegsetzt, sondern juristische Klärung abwarten will.“ Das kam im ersten Moment vielleicht auch für die Kollegen bei der Nachtichtenagentur überraschend.

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