Arzneimittelexport

Arthur Müller gibt Führung ab

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Berlin -

Der Arzneimittelexporteur ACA Müller ADAG Pharma hat eine neue Chefin: Alleingesellschafter Arthur Müller hat die Führung des Unternehmens an seine Ehefrau, Natalia Müller, abgegeben. Der 68-Jährige wird weiter als Berater für die Firma tätig sein. Außerdem stellt sich das baden-württembergische Unternehmen breiter auf und ist in der Gastronomie- und Immobilienbranche tätig.

Kerngeschäft des Unternehmens ist der Export von Arzneimitteln. Die Ware erhält Müller von mehr als 150 Apotheken mit Großhandelserlaubnis. Die in Deutschland erworbenen Produkte werden nach Großbritannien, Schweden, Norwegen und in die Niederlande verkauft. Außerdem unterstützt Müller Pharmazeuten bei der Beantragung der Erlaubnis. Kunden verspricht er eine Sofort-Gutschrift im Wert von 50 Euro für die erste Lieferung mit einem Wert von mehr als 300 Euro.

Die Geschäftsführung sitzt in Hilzingen. Seit einem Jahr werden von einer Niederlassung in Oberhausen aus Medizinprodukte an Apotheken, Großhändler und Sanitätshäuser vertrieben. Die Firma betreibt außerdem ein Ärztehaus in Sachsen, ein Hotel in Hilzingen sowie ein Ferienhaus und Mietimmobilien. Die Firma erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 11,4 Millionen Euro und einen Gewinn von rund 170.000 Euro.

Müller ist seit knapp drei Jahrzehnten im Import/Export von Arzneimitteln tätig: 1986 gründete er die Berliner Firma Emra-Med und verkaufte sie vier Jahre später an den Mitbewerber MPA. Nach Ablauf eines siebenjährigen Wettbewerbsverbots baute er das Import/Export-Unternehmen ACA Müller auf.

Beim Reimporteur mit Sitz in Gottmadingen war er 2010 nach Streitigkeiten um Finanzen und Personalien überraschend abberufen worden, es folgten diverse Wechsel in Vorstand und Aufsichtsrat. Der Konflikt mit Müller wurde schließlich beigelegt: Im Frühjahr 2013 verkaufte der Firmengründer die Mehrheit seiner Anteile an die neu gegründete Deutsche Pharma Holding.

Das Exportgeschäft verantwortete Müller selbstständig weiter. Eine Rückkehr in die Reimportbranche schließt er aus. Ende Juni lief das Wettbewerbsverbot für den Handel mit importierten Arzneimitteln ab. „Ich denke aber nicht daran, in diesen Bereich wieder einzusteigen“, sagt Müller.

Nach mehreren Wechseln in der Führungsebene wird der Reimporteur seit zwei Jahren von Arne Nielsen geführt, der unter anderem Axicorp mit aufgebaute und den Vertrieb verantwortete. Seit Juli sitzt Michael Simon an seiner Seite, der zuvor für den Essener Großhändler Noweda sowie Orifarm tätig war.

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