Apothekenkooperationen

MVDA vor Generationswechsel

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Berlin -

Der Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA) hat sein 25-jähriges Jubiläum hinter sich und steht vor einem Generationswechsel: Wolfgang Simons (Agger Apotheke, Gummersbach) und Ulrich Ströh (Belvedere-Apotheke, Kiel) treten nicht noch einmal zur Wiederwahl an. Damit muss das Präsidium nach 16 Jahren neu besetzt werden. Bis zur Stabübergabe wollen Simons und Ströh in der berufspolitischen Debatte präsent bleiben.

Im April beginnen die Wahlen der Mentoren, die für den Zeitraum von drei Jahren jeweils 25 Mitglieder vertreten. Jeder Apotheker hat eine Stimme; in Köln hofft man auf eine rege Beteiligung. Um die Basis zu mobilisieren, finden in dieser Zeit Informationsveranstaltungen in den Regionen statt.

Die derzeit knapp 120 Mentoren bilden die Delegiertenversammlung und wählen ihrerseits die 18 Regionalsprecher des MVDA. Diese stimmen im Vorstand über das Präsidium ab; außerdem gründen und besetzen sie Ausschüsse und Kommissionen. Deren Vorsitzende sind ebenfalls Mitglieder im maximal 25-köpfigen Vorstand.

Aktuell gibt es mehrere Arbeitsgruppen: Der Marketingausschuss, zu dem der Arbeitskreis Eigenmarke gehört, leitet Rainer Kassubek (Apotheke am Neumarkt, Köln), die Kommission Öffentlichkeitsarbeit Wolfgang Müller (Marien Apotheke, Mannheim). Michael Frey (Rosen Apotheke, Bad Kreuznach) ist Beirat für das Dachmarkenkonzept Linda. Den Medienausschuss, dem der Arbeitskreis EDV angegliedert wurde, führt Jürgen Lutsch (Linda Apotheke Jürgen Lutsch, Kall). An der Spitze der noch recht jungen Kommission Pharmazeutische Kompetenz, dem die Arbeitskreise Disease Management und QMS zugeordnet sind, steht mit Dr. Sven Simons (Apotheke am Stadttor, Neuenrade) der Sohn des amtierenden Präsidenten. Ansprechpartner für das Schiedsgericht, das direkt von der Delegiertenversammlung besetzt wird, ist Reinhard Balke (Heide-Apotheke, Augustdorf).

Spätestens im September sollen das Präsidium sowie die Ausschüsse und Kommissionen neu besetzt werden. Im Oktober beginnt die neue Amtszeit. Die Fußspuren, die insbesondere Simons und Ströh hinterlassen, sind groß: Mit ihren Präsidentenbriefen haben sich die beiden Apotheker in den vergangenen Jahren immer wieder zu aktuellen Themen geäußert und in die Debatte um die Zukunft des Berufs eingemischt.

Vielfach sind der MVDA und Linda schon ein Stück weiter gekommen als die offizielle Standesvertretung: Die Dachmarke soll entsprechend dem Positionierungsprogramm „Linda 2020+“ unter anderem durch pharmazeutische Inhalte aufgeladen werden. Ein erster Schritt ist eine AMTS-Datenbank, die die Apotheker über ihre Warenwirtschaft auffüllen und auslesen können und die bereits in der Pilotphase erprobt wird.

Der MVDA ist seit 1999 als Verein eingetragen und hat derzeit 3400 Mitglieder, von denen rund 1200 als Linda-Apotheke auftreten. Neben Verträgen mit Herstellern gibt es Vereinbarungen mit den Großhändlern Phoenix/Hageda-Stumpf. Die Geschäftsstelle in Köln leiten Gerd Siemons und Lars Diederich; Vorstände von Linda sind Georg Rommerskirchen und Helmut Trahmer.

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