Apobank: Siekmann geht, Rest rochiert

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Berlin - Bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) gibt es Wechsel im Vorstand: Dr. Thomas Siekmann, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und langjähriger Finanzvorstand, scheidet mit dem heutigen Tag aus dem Führungsgremium aus. Der Aufsichtsrat entspricht seinem Wunsch, seine Tätigkeit aus persönlichen Gründen vorzeitig zu beenden. Damit kommt es zur Rochade im Führungsgremium.

Aufsichtsratschef Professor Dr. Frank Ulrich Montgomery dankte Siekmann seine großartige Arbeit in 23 Jahren, davon mehr als zehn Jahre als Vorstand. „Er ist ein herausragender Manager, der Analytik, Tatkraft und Unternehmertun vereint. Besonders hervorheben möchte ich sein erfolgreiches Management in der Finanzmarktkrise und im Rahmen der wachsenden regulatorischen Anforderungen der europäischen Bankenaufsicht an bedeutende Institute wie die Apobank.“

Unter seiner Führung habe sich die Steuerungs- und Finanzfunktion konsequent zum strategischen Impulsgeber weiterentwickelt und trage so maßgeblich zum Erfolg der Bank bei. Siekmann habe die Apobank auch in diversen Gremien der genossenschaftlichen Finanzgruppe vertreten. „Ich bedaure sein Ausscheiden aus für mich gut nachvollziehbaren Gründen sehr und möchte mich im Namen des gesamten Aufsichtsrats sehr herzlich bei ihm für die hervorragenden Leistungen und die exzellente Zusammenarbeit bedanken. Für die Zukunft wünschen wir ihm viel Gesundheit und alles Gute.“

Holger Wessling übernimmt das Ressort auf Bitte des Aufsichtsrats zum 1. Mai; er ist seit September 2016 im Vorstand, wo er zunächst verantwortlich war für das Ressort Großkunden und Märkte. Seit Juni leitet er das Privatkundenressort, das nun Jenny Friese übernimmt. Die 46-Jährige ist erst seit Januar an Bord und im Vorstand für das Ressort Großkunden und Märkte zuständig.

Diesen Bereich übernimmt als neues Vorstandsmitglied Alexander Müller; bis zur formalen Zustimmung durch die Aufsicht wird er als Bereichsvorstand fungieren und die Verantwortung kommissarisch durch Vorstandschef Ulrich Sommer übernommen. Müller ist Jurist und seit Februar 2018 als Bereichsleiter Konzernentwicklung bei der Apobank. Seit Januar verantwortet er zudem kommissarisch den Bereich Unternehmenskommunikation. Er startete seine Karriere 2002 bei der Dresdner Bank. Nach der Fusion mit der Commerzbank übte er eine Reihe von Leitungsfunktionen mit Schwerpunkt im Firmenkundengeschäft aus.

Montgomery: „Alexander Müller ist eine hervorragende Ergänzung unseres Vorstands. Er verfügt über breite Erfahrung im Vertrieb und dem Ausbau von Kundenbeziehungen. Schon in seiner bisherigen Funktion als Strategiechef der Apobank war er ein geschätzter Berater des Vorstands. Mit seiner langjährigen Erfahrung wird er dem Ressort neue Impulse geben und den Ausbau der Beziehungen zu unseren Kunden im Gesundheitsmarkt weiter vorantreiben. Auch ihm gelten unsere besten Wünsche für seine zukünftige Tätigkeit im Vorstand.“

Mit dieser Neuaufstellung des Vorstands sieht sich die Apobank gerüstet für die wesentlichen Ziele der kommenden Jahre. Neben dem Abschluss der noch verbliebenen offenen Themen bei der IT-Umstellung steht die Umsetzung des Strategieprogramms Oskar im Fokus, das die Apobank im vergangenen Jahr gestartet hatte. Mit dem nach ihrem Gründer Richard Oskar Mattern benannten Programm hat sich die Bank zum Ziel gesetzt, die Kundenbedürfnisse in einem sich wandelnden Marktumfeld noch besser zu erfüllen sowie die finanzielle Basis weiter zu stärken.

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