Kolibakterien: Helfer und Krankheitserreger

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Berlin - Kolibakterien werden häufig mit mangelnder Hygiene und schweren Durchfallerkrankungen in Verbindung gebracht. Dabei kommen sie natürlicherweise in der Darmflora vor und erfüllen dort wichtige Aufgaben. Nicht alle Stämme der Enterobakterien sind schädlich, häufig kommt es nur auf die Umgebung an, in der sie sich befinden.

Escherichia coli (E.coli) wurde erstmals vom deutschen Kinderarzt Theodor Escherich entdeckt und 1919 nach ihm benannt. Das Bakterium findet sich im Dickdarm von Menschen und anderen Säugetieren. Es ist Bestandteil der gesunden Darmflora und erfüllt wichtige Aufgaben im Darm: So ist es beispielsweise an der Zersetzung von Proteinen und Kohlenhydraten beteiligt, ebenso wie an der Bildung von verschiedenen B-Vitaminen und Vitamin K. Als wichtiger Teil der Darmflora trägt es zur Abwehr bei und verdrängt schädliche Bakterien und Keime aus dem Darm.

E. coli ist unterteilt in zahlreiche Stämme: Es existieren sowohl pathogene, wie auch apathogene Vertreter. Durch die unterschiedlichen Stämme können auch die Symptome einer Infektion und das Ausmaß der Erkrankung verschieden stark ausgeprägt sein. Gelangen die Bakterien mit dem Toilettengang aus dem Darm, können sie bei mangelnder Hygiene über Schmierinfektionen verbreitet werden und Infektionen auslösen. Während sie im Dickdarm keine Beschwerden auslösen, können sie außerhalb des eigenen Verdauungstraktes gefährlich werden.

Pathogene Stämme dringen in die Darmwand ein, viele von ihnen produzieren Toxine, die den Darm schädigen. Bekanntester Vertreter ist das Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC): Diese Bakterien produzieren Shigatoxin, welches enterotoxisch und zytotoxisch wirkt. Im schlimmsten Fall droht Betroffenen ein tödliches Nierenversagen oder das sogenannte „hämolytisch-urämische-Syndrom“.

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