Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft?

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Berlin -

Während einer Schwangerschaft kommt es zu extremen hormonellen Veränderungen. Davon ist unter anderem die Schilddrüse betroffen: Ihre Funktionsfähigkeit ist wichtig für die Versorgung des ungeborenen Kindes. Doch nicht nur während der Schwangerschaft können Schilddrüsenprobleme zu Komplikationen führen, bestehen sie schon vorher, können sie ebenfalls Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Durch die ansteigenden Schwangerschaftshormone Östrogen und Humanes Choringonadotropin (HCG) verändern sich auch die Schilddrüsenhormonwerte: In einer gesunden Schwangerschaft kommt es durch die erhöhten Stoffwechselvorgänge zu einem um bis zu 50 Prozent gesteigerten Bedarf an Schilddrüsenhormonen. Daher müssen neben dem Thyroidea stimulierenden Hormon (TSH) der Hirnanhangsdrüse auch die freien Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) gemessen werden. Besteht der Verdacht auf eine Fehlfunktion, muss diese dringend abgeklärt werden, um Probleme zu vermeiden.

Eine gestörte Schilddrüsenfunktion der Mutter kann beim Ungeborenen zu großen Schäden und gesundheitlichen Problemen führen. Zudem ist das Risiko für Fehl-, Tot-, und Frühgeburten erhöht. Erkrankungen der Schilddrüse sind jedoch kein Grund zur Sorge: Bei einer gut eingestellten Fehlfunktion steht einer komplikationslosen Schwangerschaft in der Regel nichts im Wege. Daher sollte bereits vor der Schwangerschaft bei einer bestehenden Erkrankung der Schilddrüse eine optimale Einstellung erfolgen. Doch auch wenn vor der Schwangerschaft keine Schilddrüsenerkrankung vorlag, kann durch die Hormonumstellung eine Fehlfunktion entstehen, die ärztlich behandelt werden muss.

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