Morbus Basedow in der Schwangerschaft

, Uhr

Berlin - Das Therapiemanagement des Morbus Basedow während der Schwangerschaft ist aus zwei Gründen kompliziert: Sowohl die mütterliche Grunderkrankung als auch die kausalen Therapieoptionen stellen ein potenzielles Risiko für das ungeborene Kind dar. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung ist somit doppelt problematisch – die Grunderkrankung kann zum gestörten Wachstum beim Ungeborenen führen, Thyreostatika weisen je nach Wirkstoff ein unterschiedlich großes Fehlbildungspotential auf.

Morbus Basedow

Bei der systemischen Autoimmunerkrankung sind Antikörper gegen den TSH-Rezeptor (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) vorhanden – es kommt zu einer Hyperthyreose aufgrund der Entkopplung vom physiologischen Regelkreis (Überstimulation der Schilddrüse). Die Symptome ähneln somit denen einer reinen Hyperthyreose. Das klinische Bild ist nicht nur von der Dauer der Erkrankung abhängig, sondern auch vom Alter des Patienten.

Symptome

  • Gewichtsverlust
  • Schwäche
  • Hitzeempfindlichkeit
  • Nervosität
  • Tremor
  • Palpitation
  • Tachykardie

Durch chronischen Wachstumsreiz kann sich ein Struma ausbilden. Durch die krankhaft gesteigerte Ausschüttung von Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) kann eine Thyreotoxikose entstehen. Hierbei handelt es sich um eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung. Die Ursache zur Entstehung eines Morbus Basedow scheint multifaktoriell zu sein, neben genetischer Veranlagung werden Jodversorgung, Rauchen, Infektionen und Stress als mögliche Auslöser genannt.

Diagnostiziert wird die Erkrankung durch das Vorhandensein von TSH-Rezeptor-Antikörpern (TRAK) im Blut. Der Nachweis von TRAK erfolgt entweder mit einem kompetitiven Bindungsassay (Methode zur Messung der Bindungsaffinität zweier Moleküle) oder mit einem zellbasierten Bioassay, der zusätzlich eine Spezifizierung zwischen stimulierenden und blockierenden TRAK erlaubt.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Weiteres
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»
Behörde scheitert mit Eil-Anordnung
Katerfly bleibt im Handel»