Schlag gegen illegalen Medikamentenhandel

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Berlin - Der Ausbruch der Corona-Krise bietet die Möglichkeit für schnelles Geld, da Kriminelle die hohe Marktnachfrage nach Personenschutz- und Hygieneprodukten und Medikamenten nutzen. Die Folge: Unbrauchbare Masken, qualitativ minderwertige Schnelltests, gefälschte Medikamente oder Desinfektionsmittel mit zu wenig Alkohol. Nun konnte Interpol mit einem Schlag 227 Menschen festnehmen. Sie alle handelten mit gefälschten Medikamenten.

Bei einem Schlag gegen den illegalen Online-Handel mit Arzneimitteln haben Behörden weltweit 227 Menschen festgenommen. Es seien potenziell gefährliche Medikamente im Wert von mehr als 23 Millionen US-Dollar (rund 18,9 Millionen Euro) sichergestellt worden, teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol am Dienstag in Lyon mit.

„Die Corona-Pandemie hat viele gezwungen, online zu gehen“, erklärte Generalsekretär Jürgen Stock. „Kriminelle waren schnell dabei, diese neuen „Kunden“ gezielt anzusprechen.“ Bei der Aktion „Pangea XIV“ waren im Mai die Behörden von 92 Staaten eingebunden. Es seien über 113.000 Weblinks entfernt oder geschlossen worden – das sei ein Rekord. Die erste derartige Aktion habe es 2008 gegeben.

In der Pandemie werden zahlreiche illegale Geschäfte gemacht, wie Interpol warnte. Falsche oder nicht genehmigte Covid-19-Tests hätten allein über die Hälfte der sichergestellten medizinischen Hilfsmittel ausgemacht. In Italien entdeckten Fahnder eine halbe Million nachgemachte chirurgische Schutzmasken.

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