Pharmahandelskonzerne

Phoenix geht nach Rumänien Tobias Lau, 20.04.2018 15:23 Uhr

Berlin - Phoenix expandiert in Osteuropa: Der Pharmahandelskonzern übernimmt den rumänischen Großhändler Farmexim, zu dem auch die Apothekenkette Help Net gehört. Vor zehn Jahren war Celesio an einer Übernahme interessiert, doch ein Deal kam nicht zustande.

„Der rumänische Gesundheitssektor entwickelt sich dynamisch. Das Land war für uns bisher ein weißer Fleck in Europa. Mit der Akquisition schaffen wir in diesem Wachstumsmarkt für Phoenix eine gute Position“, sagte Konzernchef Oliver Windholz. Farmexim und Help Net seien etablierte Akteure, die ideal zum eigenen Geschäftsmodell passten. „Wir wollen mit dem erfahrenen Managementteam die Geschäfte in Rumänien erfolgreich weiterentwickeln“, so Windholz.

Phoenix ist – anders als Celesio/McKesson und Walgreens Boots Alliance (WBA) in zahlreichen Ländern Osteuropas vertreten, auch in Bulgarien sowie in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Der Weg zur Unterschrift in Rumänien soll aber holprig gewesen sein: Wie das Wirtschaftsnachrichtenportal Ziarul Financiar berichtet, wurde der Deal in mehreren Phasen ausgehandelt. Die Verhandlungen seien mehrmals über mehrere Monate unterbrochen worden. Am Ende zahlt Phoenix laut Bericht 100 Millionen Euro für Farmexim.

Jetzt muss nur noch die rumänische Wettbewerbsbehörde zustimmen, dann übernehmen die Mannheimer 220 der rund 7800 Apotheken Rumäniens – Platz 4 unter den Apothekenketten. Mit 1600 Mitarbeitern versorgt Help Net laut eigenen Angaben 2,5 Millionen Kunden jährlich. Angeführt wird der Apothekenmarkt von Catena, gefolgt von Sensiblu und Dona. Catena gehört dem Großhändler Fildas, Dona wiederum Farmexpert und Sensiblu gehört seit einigen Monaten Dr. Max.

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