Pharmaziestudium: Österreich stellt um

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Berlin -

Die österreichischen Universitäten werden ab kommendem Wintersemester das Pharmaziestudium an das Bologna-System anpassen. Die Erstsemester erwartet dann statt eines 9-semestrigen Diplomstudiengangs ein insgesamt fünfjähriges Bachelor- und Masterstudium. Erst der Masterabschluss berechtigt dabei zur Arbeit in einer Apotheke.

In Österreich kann an den Universitäten Wien, Graz und Innsbruck Pharmazie studiert werden. Alle drei Universitäten stellen ihren Pharmazie-Diplomstudiengang zum Wintersemester 2015/16 auf das Bologna-System um. Laut Studienordnung befähigt der mit drei Jahren veranschlagte „Bachelor of Science“ zur Arbeit in Forschungseinrichtungen an Universitäten und in der pharmazeutischen Industrie.

Um die Approbation zu erreichen, die zur Arbeit in Apotheken befähigt, reicht dieser erste Studienabschluss nicht aus; der 4-semestrige Master in Pharmazie muss angehängt werden. Wer nicht in einer Apotheke arbeiten möchte, kann mit dem Bachelor auch andere Wege einschlagen: Es könnte danach auch ein Master in einem verwandten naturwissenschaftlichen Fach wie Biologie oder Chemie angeschlossen werden, sehen die Studienordnungen vor.

Das Diplomstudium Pharmazie an den Universitäten Österreichs sei autonomer als das Pharmaziestudium in Deutschland, so Professor Dr. Rudolf Bauer von der Universität Graz. Da das österreichische Pharmaziestudium nicht mit dem Staatsexamen abgeschlossen werde, hätten die Universitäten mehr Freiheiten in der Gestaltung ihrer Curricula. „Die Umstellung eines Diplomstudiengangs auf das Bolognasystem ist kein so großer Schritt, wie es die Umstellung vom Staatsexamen wäre“, sagt Bauer.

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