Schweiz

Jede vierte Apotheke bangt um ihre Existenz APOTHEKE ADHOC, 19.09.2017 11:33 Uhr

Berlin - Fast 1800 Apotheken gibt es in der Schweiz. In absoluten Zahlen ist dieser Wert zwar gestiegen, gemessen an der Bevölkerungszahl sei die Zahl der Apotheken seit 2005 aber rückläufig, so der Schweizerische Apothekenverband PharmaSuisse. Jede Vierte von ihnen befinde sich außerdem laut einer Studie in einem Rentabilitätsengpass.

2015 betrug der mittlere Umsatz einer Apotheke rund 2,98 Millionen Schweizer Franken, wie aus der Rollenden Kostenstudie in der Apotheke (RoKA) hervorgeht. Dabei handelt es sich um eine jährliche Online-Befragung unter den Schweizer Apotheken im Auftrag von PharmaSuisse. Demnach haben Schweizer Apotheken zwar rund 160.000 Franken mehr als im Vorjahr umgesetzt. Doch satte 26 Prozent der Apotheken erwirtschaften weniger als 50.000 Franken Betriebsgewinn (EBITDA).

Im Durchschnitt habe sich die Bruttoarge – Umsatz netto minus Warenaufwand netto – im Vorjahresvergleich um 60.000 Franken erhöht, weist aber laut der Studie je nach Apothekengröße hohe Abweichungen auf. Zu schaffen machen insbesondere den kleineren Betrieben laut dem Apothekerverband die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) mehrfach verordneten Preissenkungen, die Medikamentenabgabe durch Ärzte, aber auch ungünstige Standorte.

Gleichzeitig ist die Zahl der Apotheken seit 2014 von 1764 auf 1792 Ende 2016 leicht angestiegen. Auf Anfrage der Schweizer Tageszeitung Blick verwies eine Sprecherin jedoch darauf, dass im gleichen Zeitraum auch die Bevölkerung gewachsen sei.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte