Lieferengpass

Fexofenadin fehlt in der Schweiz APOTHEKE ADHOC, 08.06.2018 14:33 Uhr

Berlin - Die Sonne scheint, die Allergene fliegen: Allergiker haben zwar die Zeit der Baumpollen überstanden, jedoch nimmt die Belastung mit Gräserpollen zu. Juck- und Niesreiz, tränende Augen und laufende Nasen sowie Hautreaktionen können die Symptome einer allergischen Reaktion sein. Hilfe kommt aus der Apotheke. Eigentlich – denn in der Schweiz fehlt es ausgerechnet jetzt am Heuschnupfenmittel Fexofenadin.

Das Antihistaminikum der zweiten Generation ist seit 2010 in der Schweiz ohne Rezept erhältlich. Fexofenadin ist zur symptomatischen Behandlung von Heuschnupfen und chronischem Nesselfieber in der Alpenrepublik bereits seit 1997 zugelassen. Das Original kommt mit Telfastin von Sanofi. Generika gibt es beispielsweise von Sandoz und Zentiva. Vom Engpass waren alle Hersteller betroffen, wie das Konsumentenmagazin „Espresso“ berichtet.

Die Schweizer waren in den vergangenen Monaten von einem extremen Pollenflug betroffen. Vor allem Birkenpollen machten den Allergikern das Leben schwer. Zudem war es im April und Mai sehr trocken. „Die Nachfrage nach Heuschnupfen-Medikamenten ist in diesem Jahr mehr als doppelt so hoch als sonst“ wird der zuständige Sanofi-Marketingleiter Patrick Leimgruber zitiert. Mitte Mai konnte der Hersteller Telfastin nicht mehr liefern. Inzwischen sei das Antiallergikum wieder verfügbar. Für das hauseigene Generikum von Zentiva, das bereits Anfang April ausgefallen sei, konnte der Engpass jedoch noch nicht behoben werden.

Die extreme Pollenbelastung zeichnete sich bereits im April ab. Zu spät für die Hersteller um zu reagieren und in Vorproduktion zu gehen. „Leider beträgt die Vorlaufzeit einer solchen Produktion mindestens drei Monate“, sagt Leimgruber. Der Engpass im Mai, hätte demnach nicht verhindert werden können.

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