Dekubitus-Beratung: Worauf kommt es an?

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Berlin - Vor allem bei der Belieferung von Pflegediensten und Altenheimen kommt es häufig zur Bestellung von verschiedenen Wundauflagen für die Dekubitus-Behandlung. Denn in der Pflege sind die Druckgeschwüre ein großes Thema. Apotheken können unter anderem pflegenden Angehörigen beratend zur Seite stehen. 

Bei einem Dekubitus handelt es sich um eine Wunde, die infolge von Druck oder Scherkräften am Körper entsteht. Durch das ständige „Aufliegen“ wird die Haut auf Dauer lokal geschädigt, auch das darunterliegende Gewebe kann Schaden nehmen. Dadurch entstehen oft chronische Wunden, die nur schwer heilen und eine Eintrittspforte für Krankheitserreger darstellen.

Wie entsteht ein Dekubitus?

Ein Druckgeschwür entsteht, wenn die Kapillare der Leder- und Unterhaut abgedrückt werden. Dies kann schon allein durch das Körpergewicht passieren, wenn Betroffene immobil sind und lange auf einer Stelle liegen. Im Gewebe kommt es zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Eine wesentliche Rolle bei der Entstehung spielt der Auflagedruck, die Druckverweildauer und weitere Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, Wundheilungsstörungen, Durchblutungsstörungen, Hautschäden, Feuchtigkeit (zum Beispiel durch Inkontinenz), unzureichende Hautpflege im Alter oder Über- und Untergewicht. Das Risiko kann mithilfe der sogenannten „Norton Skala“ beurteilt werden.

Welche Stellen sind besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind die Knochenvorsprünge, da sich dort kaum muskuläres Gewebe zwischen Haut und Knochen befindet. Ein „Schutzpolster“ ist daher nicht vorhanden, wodurch es schneller zu dauerhaften Schäden kommt. Besonders häufig finden sich Druckgeschwüre an folgenden Stellen:

  • In Rückenlage: Wirbelsäule, Kreuzbein, Steißbein, Ferse, Ellenbogen, Hinterkopf
  • In Seitenlage: Knöchel, Schultergelenke, seitliche Hüfte/Gesäß, Ohrmuscheln

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