Lippenpflege im Winter

Öle gegen spröde Lippen

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Berlin -

Im Winter wird die Haut grundsätzlich trockener. Besonders schwer haben es in dieser Jahreszeit die Lippen – denn sie besitzen keine eigenen Talgdrüsen. Wichtig ist daher eine regelmäßige Pflege mit rückfettenden Substanzen. Vor allem verschiedene Öle können die rissige Haut regenerieren und für ein Abheilen sorgen.

Während viele im Winter zu einer reichhaltigeren Gesichtspflege greifen, wird die empfindliche Lippenpartie häufig vergessen. Dabei ist eine entsprechende Pflege besonders wichtig. Denn den Lippen fehlt schlichtweg der Eigenschutz – die Haut ist somit auf Unterstützung angewiesen. Denn die Haut am Mund ist extrem empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen.

Lippen nicht mit Speichel befeuchten

Doch was tun, wenn es spannt und kratzt? Viele Menschen neigen dazu, die Lippen mit der Zunge zu befeuchten, weil sich dadurch zumindest vorübergehend ein Gefühl der Besserung einstellt. Langfristig trocknet die Haut dadurch jedoch noch mehr aus. Denn durch Heizungsluft und Kälte verdunstet der Speichel schnell, was die Trockenheit verstärkt. Oft wird diese Gewohnheit unbewusst durchgeführt – sie sollte jedoch nach Möglichkeit vermieden werden. Denn die kaputte Haut kann von Bakterien und Viren schnell infiziert werden. So kann es leicht zu einem Lippenherpes kommen.

Besser geeignet sind spezielle Pflegestifte oder Pflegecremes, welche rückfettende Substanzen enthalten. Wichtig bei der Auswahl ist ein Blick auf die Inhaltsstoffe: Parfümierte und farbstoffhaltige Produkte sollten bei empfindlichen und wunden Lippen gemieden werden, da sie zusätzlich reizen können. Auch der Einsatz von Mineralölen wie Paraffin ist umstritten.

Öle pflegen die Lippen intensiv

Gut geeignet sind Produkte mit einem hohen Anteil an stark rückfettenden und pflegenden Substanzen wie Sheabutter, Bienen- und Jojobawachs, Aprikosenkern-, Mandel-, Kokos- oder Olivenöl. Außerdem können wundheilungsfördernde Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol oder Bisabolol helfen. Sie fördern die Wundheilung und machen raue Lippen wieder zart und geschmeidig.

Übrigens: Der Mythos, dass Lippenpflegestifte „abhängig“ machen, hat sich nicht bewiesen. Lediglich das Gefühl weicher Lippen kann dazu führen, immer wieder cremen zu wollen. Eine schädliche Wirkung stellt sich durch die regelmäßige Verwendung von rückfettenden Cremes jedoch nicht ein.

Extra-Pflege für die Lippen

Damit die Lippen nicht austrocknen, ist auch regelmäßiges Trinken hilfreich. Dadurch werden die Lippen häufiger benetzt und mit Feuchtigkeit versorgt. Vor dem Gang in die Kälte sollten Lippen und Mundwinkel jedoch vorsichtig abgetupft werden. Andernfalls können die Mundwinkel leicht einreißen und schmerzen. Es entstehen Mundwinkelrhaghaden, die oft nur schwer wieder heilen.

Wer den Lippen eine Extraportion Pflege gönnen möchte, der kann vor dem Schlafengehen ein sanftes Peeling durchführen: Dies kann entweder mithilfe einer weichen Zahnbürste erfolgen oder aus Zucker und Öl selbst herstellt werden. Durch kreisende Bewegungen wird die Durchblutung der Lippen erhöht. Anschließend kann die gewohnte Pflege über Nacht aufgetragen werden und ideal wirken.

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