Wann der Booster besser verschoben wird

Impfung trotz Erkältung – geht das?

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Nach der Impfung kann es häufig zu Impfreaktionen mit grippeähnlichen Symptomen kommen. Ist der Körper schon vorher durch einen Infekt belastet, können sich die Beschwerden verstärken und dafür sorgen, dass sich Betroffene noch schlechter fühlen. Im Zweifelsfall sollte bei Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Heiserkeit, Kopf- oder Gliederschmerzen, sowie einer erhöhten Körpertemperatur Rücksprache mit dem Arzt/der Ärztin gehalten werden. So kann im Einzelfall entschieden werden, ob die Impfung verabreicht oder verschoben wird.

Einsatz von Schmerzmitteln umstritten

Der Einsatz von Schmerzmitteln vor oder nach einer Impfung wird kontrovers diskutiert: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät beispielsweise davon ab, vor einer Impfung Analgetika einzunehmen, da die Antikörperbildung negativ beeinflusst werden kann. Vorsicht wäre dann auch bei Kombinationspräparaten gegen Erkältungen geboten, die symptomatisch die Beschwerden lindern können. Nach der Impfung empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) hingegen beispielsweise Paracetamol bei Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber.

Corona-Impfung bei unentdeckter Infektion?

Bei manchen Erkrankungen kann es problematisch sein, wenn bei einer unentdeckten Infektion in der Inkubationszeit gegen den Erreger geimpft wird. Die Erkrankung kann dann wesentlich schwerer verlaufen und den Körper fordern. Manchmal verläuft eine Covid-Infektion asymptomatisch, sodass man zum Zeitpunkt der Impfung bereits unwissentlich positiv ist. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ist es jedoch kein Problem, sich während einer asymptomatischen Infektion oder wenige Tage oder Wochen danach impfen zu lassen. „Die Verträglichkeit der Impfung wird durch eine akute Infektion nicht negativ beeinflusst."

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