Erkältungs-Tipps

Anatomische Erkältungsreise – Lunge und Bronchien Alexandra Negt, 03.12.2019 13:15 Uhr

Physiologie

Die Aufgabe ist somit der Gasaustausch: Die Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe unterliegen der Diffusion der Atemgase durch die Blut-Luft-Schranke. Die Regulation erfolgt im Atemzentrum des Gehirns (Medulla oblongata). Die rhythmische Steuerung der Atemmuskulatur wird durch zentralnervöse Reize (körperliche Anstrengung) , chemische Reize (CO2-Anstieg im Liquor) oder unspezifische Reize (Fieber, Schmerz, Adrenalin) beeinflusst.

Pathophysiologie

Atmungsformen
Einige pathologische Atmungsformen lassen Rückschlüsse auf zugrundeliegende Störungen zu. Bei einem Kreislaufkollaps kann es zum Beispiel zu einer Schnappatmung kommen, diese äußert sich in einzelnen tiefen Atemzügen mit langen Pausen. Die sogenannte Kussmaul-Atmung kennzeichnet sich durch eine vertiefte rhythmische Atmung, bei der CO2 abgeatmet werden soll. Sie kann bei metabolischer Azidose auftreten. Bei Hirnverletzungen oder erhöhtem Hirndruck kann es zur sogenannten Biot-Atmung kommen. Diese tiefe Atmung ist durch plötzliche Atempausen gekennzeichnet. Ist das Atemzentrum selbst geschädigt, kann eine wechselhafte Atmung vorliegen. Diese kurzen hyper- und hypoventilatorischen Phasen werden als Cheyne-Stokes-Atmung bezeichnet.

Bronchitis
Entzünden sich die Bronchien, so liegt eine Bronchitis vor. Man unterscheidet akute und chronische Formen. Bei einer akuten Bronchitis liegt eine neu entstandene Inflammation der größeren verzweigten Bronchialäste vor. Gekennzeichnet ist die Erkrankung durch Husten und erhöhte Schleimproduktion und oftmals durch Fieber. Bei der chronischen Form liegt ein langandauernder Entzündungsprozess vor. Die anhaltende Entzündung (länger als drei Monate) kann zu irreversiblen Veränderungen des Bronchialsystems führen. Weiterhin unterscheidet man die chronische von der chronisch-obstruktiven Bronchitis.

Akute Bronchitis
Die Erkrankung ist zumeist viral bedingt. Die Viren befallen die Epithelzellen der Bronchialschleimhaut und vermehren sich dort. Es kann zu einem zusätzlichen Befall mit Bakterien kommen, sodass eine sogenannte Superinfektion vorliegt. Bakterielle Erreger sind häufig Staphylokokken, Streptokokken und Chlamydien.

Zu Beginn liegt meist ein trockener Husten vor. Je nach Intensität kann dieser Hustenreiz schmerzhaft sein. Bei Fortschreiten des Krankheitsverlaufes kommt es zum produktiven Husten mit glasigem Sekret. Bei bakterieller Infektion verfärbt sich das Sputum gelblich-grün und wird häufig viskoser. Begleitet wird die Erkankung von leichtem Fieber und einer eingeschränkten Lungenfunktion (ähnlich einem leichten Asthma bronchiale). Häufige Krankheitsrezidive können einen Übergang in die chronische Form fördern. Zur Therapie eignen sich Sekretolytika und Antitussiva.

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