Gematik: eGK-Lösung Mitte 2023 | APOTHEKE ADHOC
E-Rezept-Einführung

Gematik: eGK-Lösung Mitte 2023

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Berlin -

Die Gematik stellt trotz Bedenken der Datenschützer in Aussicht, dass ab Mitte 2023 E-Rezepte mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) eingelöst werden können. Die technische Lösung werde derzeit überarbeitet. Den Ausstieg der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) aus dem Rollout des E-Rezepts bedauert die Gematik.

Ab Mitte 2023 werde die Einführung eGK zusätzlich beschleunigt, kündigte die Gematik an. „Dann sollen auch mit der elektronischen Gesundheitskarte E-Rezepte in den Apotheken einfach und sicher eingelöst werden können. Zur Entwicklung einer dafür notwendigen technischen Lösung steht die Gematik im engen Austausch mit den Gesellschaftern, dem BfDI und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)“, heißt es in einer Stellungnahme.

eGK ohne PIN

Mittlerweile hätten mehr als 60 Prozent der gesetzlich Versicherten eine eGK. Das Problem: Die wenigsten habe auch eine PIN dazu – und diese wird für die App „Das E-Rezept“ benötigt. „Vor dem Hintergrund wird geprüft, inwieweit niedrigschwellige Zugangswege den Versicherten den digitalen Übertragungsweg zugänglicher machen“, so die Gematik. Der Ausdruck der Token soll perspektivisch „die deutliche Ausnahme“ sein.

Jetzt sind wieder die Gesellschafter der Gematik am Zug. Die Mehrheit hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG), aber Kassen, Ärzte und Apotheker haben bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass ohne sie nichts geht. Die konkreten nächsten Schritte für die bundesweite Einführung des E-Rezepts würden die Gesellschafter in einer der nächsten Versammlungen abstimmen, heißt es von der Gematik. Ziel bleibe die flächendeckende Einführung in 2023.

KV steigt aus

Dass es nun auch in Westfalen-Lippe nicht schneller vorangeht, ist ein Rückschlag für die Gematik. Die dortige KV hatte sich nach den Bedenken der Datenschützer aus dem Rollout zurückgezogen. Die Gematik bedauert das. Denn die Einführung in der Testregion seit September 2022 habe in der Praxis bestätigt, dass das E-Rezept funktioniert. Die E-Rezept-Module seien weiter verbessert worden, in konstruktiver Zusammenarbeit der KV, der beteiligten Ärzt:innen und der Softwarehersteller.

Trotz der aktuellen Entscheidung könnten E-Rezepte weiterhin ausgestellt und eingelöst werden, stellt die Gematik noch klar. Seit Anfang Oktober hätten immerhin mehr als 3700 (Zahn-)Arztpraxen E-Rezepte ausgestellt, die in mehr als 9200 Apotheken eingelöst worden seien.

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