Kritik an fehlender Honorarerhöhung

Hartmann: „Ohne Weiterentwicklung kommen Streiks“

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München -

Beim Kooperationsgipfel hat Apotheker Dr. Stefan Hartmann die Koalition kritisiert: Komme es nicht zu der im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Honorarerhöhung, handele es sich um Vertragsbruch, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK) in München. Ohne Weiterentwicklung seien Streiks unausweichlich.

Hartmann forderte von „allen Apotheken“ sowie von den Landes- und Bundesorganisationen, „auf das jetzt anstehende parlamentarische Verfahren“ Einfluss zu nehmen. „Sollte es zu keiner fundamentalen Weiterentwicklung kommen, sind Streiks unausweichlich“, sagte er. Wenn sich die Regierung nicht an ihre Zusage halte, müsse man sich nicht wundern, wenn die Zweifel an der Demokratie steigen würden.

GmbH-Aufklärung gefordert

Zudem machte er sich erneut für Apotheken-GmbH stark. Die Abwehrhaltung dazu beruhe auf mangelndem Wissen. Es müsse verstärkt aufgeklärt und das Thema in die Standesorganisation getragen werden. Hartmann betonte, dass es dabei nicht um den Fall des Fremdbesitzverbots gehe. „Ich gehe davon aus, dass Kooperation noch stärker werden, allen Unkenrufen zum Trotz.“

Zudem betonte er, dass sich die Apotheken weiter spezialisieren werden müssten. Die Apotheke der Zukunft müsse zudem eine stärkere Verantwortung im Versorgungssystem annehmen. Dazu gehöre eine gemeinsame Gestaltung von Erstkontakt und Orientierung der Kundschaft. Beratung, Prävention und pharmazeutische Dienstleistungen müssten ausgebaut werden.

Von der Regierung werde ein planungssicheres Honorar gefordert, sagte Mitmoderatorin Clara Hartmann. Zudem müsse es faire Wettbewerbsregeln zwischen Vor-Ort-Apotheken, Versendern und Plattformen geben. Wichtig sei zudem, die Nachfolge und junge Perspektiven zu sichern.

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