Ex-Kammerpräsident

Wellans Weltreise – leider schon zu Ende... Silvia Meixner, 17.05.2018 15:25 Uhr

Berlin - Viele träumen von einer großen Reise. Meist bleibt es beim Traum, weil immer etwas dazwischenkommt: Die Kinder, der Job, der Hausbau. Der Wiener Apotheker Max Wellan hat einfach seinen Rucksack gepackt. Hier erzählt er, warum Schwefel eine neue Bedeutung für ihn hat, wie er den äthiopischen Jazz nicht fand und warum man unterwegs Stachelschweinstachel immer mitnehmen sollte.

Nach acht Monaten ist er jetzt zurückgekehrt – und hat viel zu erzählen. Die Stationen der Reiseroute: Seoul, Dubai, Japan, Shanghai, Peking, Shangri La, Macao, Hongkong, Neu Delhi, Kerala, Singapur, Bali, Queensland, Fidschi, Neuseeland, Osterinsel, Chile, Bolivien, Argentinien, Südatlantik, Südgeorgien, Namibia, Doha, Äthiopien.

Dort suchte er vergeblich nach dem legendären Jazz der 1970er-Jahre, den er als junger Mann in Wien entdeckt hatte und auf dessen Spuren er sich begeben wollte. Damals hatte die Hauptstadt Addis Abeba für kurze Zeit ein legendäres Nachtleben, die Musik kam via Cassette – heute undenkbar! – zu den Menschen im Rest der Welt. „Leider habe ich nichts mehr von damals gefunden“, sagt Wellan. Interessant war‘s trotzdem.

Natürlich hat er stets die Augen auch nach Apotheken offen gehalten: „Wo es sich ergeben hat, sind wir in die Apotheken hinein, haben mit Kollegen gesprochen.“ Sein Fazit hört sich tröstlich an: „Alle haben ähnliche Probleme wie die Apotheker zu Hause.“ Die Gesprächsthemen sind das mitunter schwierige Verhältnis zu den Ärzten, die Tücken der Sozialsysteme, die Probleme mit den Krankenkassen und der böse Versandhandel.

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