Notdienst: Blasensprung und Babynahrung

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Berlin - Der Weihnachtsnotdienst ist geschafft. In zahlreichen Apotheken war der Andrang am langen Feiertagswochenende besonders groß. Elke Ziller hat alleine seit Sonntagmorgen 195 Kunden gezählt. Vor allem Rezepte wurden in der Apotheke im Marktkauf in Speyer eingereicht. Apotheker Jan-Dirk Hoss aus Niedersachsen sollte sogar einen Blasensprung feststellen. Auch nach Babynahrung wurde erwartungsgemäß oft gefragt.

Ziller hat sich den Notdienst gemeinsam mit einem zweiten Apotheker gestemmt: In der Kernzeit von 11 bis 15 Uhr habe der Approbierte mit geholfen, sagt sie. „Das ist sonst zu stressig.“ Die Apotheke sei tagsüber offen gewesen. „Durch die Klappe geht das bei dem Andrang nicht.“ Bis 14 Uhr waren bereits 100 Kunden in der Offizin.

Auffallend sei die hohe Zahl an Verordnungen gewesen: „Insgesamt waren es 70 Rezepte. Das ist mehr als an einem normalen Tag.“ Ein Kunde sei erstaunt über die laut seinem Bekunden zu niedrige Notdienstgebühr gewesen. Finanziell hat sich der Notdienst für Ziller gelohnt: „Ich habe gestern Gewinn gemacht“, sagt sie.

Vor allem Antibiotika sowie Schmerz- und Magenmittel seien verlangt worden. Außerdem seien oft Arzneimittel für Kinder nachgefragt worden, sagt Ziller, deren Apotheke sich in der Nähe einer Notdienstzentrale sowie einer Kinderklinik befindet. „Auch die übliche Babynahrung war wieder dabei.“ Die Kunden seien immer noch erstaunt, dass es diese Produkte nicht mehr in der Apotheke gebe.

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