Softwarehaus hofft auf eGK-Lösung im Sommer

Pharmatechnik will E-Rezepte abrechnen

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Berlin -

Noch machen die E-Rezepte nur einen Bruchteil der abgerechneten Rezepte aus, doch das Softwarehaus Pharmatechnik hofft auf einen Meilenstein im Sommer, wenn die Einlösung per elektronischer Gesundheitskarte (eGK) möglich sein soll. Denn wenn weniger Papierrezepte anfallen, werden im betriebseigenen Rechenzentrum mehr Kapazitäten für weitere Kund:innen frei.

Pharmatechnik verzeichnet in diesem Jahr einen deutlichen Zuwachs an Neukunden: In diesem Jahr seien es schon 161, berichtet Firmenchef Dr. Detlef Graessner, das seien mehr als doppelt so viele wie zuvor. „Das liegt an der Unsicherheit im Markt.“ Apotheker:innen wollten demnach „Ruhe in ihrer Warenwirtschaft“.

Um den insgesamt 4700 Kund:innen gerecht zu werden, sind allerdings auch neue Arbeitskapazitäten erforderlich: 32 Stellen sind laut Graessner daher ausgeschrieben worden, die alle bis Ende April besetzt werden sollen. Auch von den über 400 Mitarbeiter:innen, die Noventi entlassen hat, werden einige darunter sein, so Graessner.

Aufgrund der europäischen Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation, MDR) wird Pharmatechnik ab 1. Mai den Interaktionscheck aus ihrer Software auslagern, das geschieht laut Graessner in Zusammenarbeit mit der Avoxa-Tochter „pharma4u“. Dabei werden die arzneimittelbezogenen Daten ohne Patientenbezug verarbeitet und das Ergebnis an die Apothekensoftware zurückgespielt.

Ein weiterer Umbruch könnte im Sommer stattfinden: Bislang machen E-Rezepte weniger als 1 Prozent der eingelösten Rezepte bei Pharmatechnik aus, mit der Chance der Einlösung über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) könnte das aber deutlich mehr werden. Hier hofft Pharmatechnik auch auf Schwung für das eigene Abrechnungsgeschäft. Noch seien die Kapazitäten des betriebseigenen Digitalen Rezept Zentrums auf 1200 Kund:innen begrenzt, so Graessner. Sollte das E-Rezept aber an Fahrt aufnehmen, könnten deutlich mehr Kund:innen aufgenommen werden.

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