Apotheker betont Hausrecht

Ohne Maske: Krawall in der Apotheke

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Berlin -

Nach dem ersten offiziellen Öffnungstag ohne Maskenpflicht hat der Handel mehrheitlich eine positive Bilanz gezogen. Auch an Tag zwei dürften die meisten Kund:innen mit Nasen-Mund-Bedeckung einkaufen gehen. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Apotheke an der Mathildenhöhe in Darmstadt: Dort gehören Masken-Verweigerer zur Ausnahme – ein Kunde sei jedoch „auf Krawall gebürstet“ gewesen, sagt Inhaber Alexander Jaksche.

Jaksche gehört zu den Inhaber:innen, die weiterhin das Tragen einer Schutzmaske in der Apotheke vorschreiben. Während andere Betriebe höflich um das Aufsetzen der Maske bitten, findet der Apotheker deutlichere Worte: „Wir bitten alle Kundinnen und Kunden um Verständnis, dass wir von unserem Hausrecht Gebrauch machen und innerhalb der Apotheke die Maskenpflicht beibehalten“, betonte er etwa bei Facebook. Und das bedeutet: „Wer keine Maske tragen möchte oder kann, wird gerne, wie bisher, vor der Apotheke bedient.“ Dafür könne die Klingel genutzt werden. Wer eine Maske vergessen habe, bekomme eine geschenkt.

Die freundliche Bitte, die Maske weiter zu tragen, war Jaksche nicht genug. „Mir geht es um den Schutz der Kunden, die krank sind“, betont er. Deshalb habe er auch Plexiglasscheiben zwischen den einzelnen HV-Plätzen und nicht nur auf dem HV-Tisch aufgestellt. „Die Offizin ist nicht so groß“, erklärt er. Zudem sorgten Luftfilter für Sicherheit. „Ich versuche, den maximal möglichen Schutz zu gewährleisten.“

Auch sein Team befürwortet die anhaltende Maskenpflicht in der Apotheke. „Sie stehen geschlossen dahinter und haben sich gefreut, dass wir vom Hausrecht Gebrauch machen.“ Die große Mehrheit der Kundschaft sei bislang mit Mund-Nasen-Bedeckung in die Apotheke gekommen.

Doch einen „renitenten Menschen gab es, der sich wegen der Maskenpflicht diskriminiert gefühlt“ habe, sagt Jaksche. Der Mann sei schon vor der Diskussion über die Maske „auf Krawall gebürstet“ gewesen. Er habe eine gewisse „Grundaggressivität an den Tag gelegt“ und der Apotheke vorgeworfen, wegen seiner Einstellung, auf die Maske verzichten zu wollen, diskriminiert zu werden. Doch das werde keine Kund:in, betont der Apotheker. Denn auch wie vor dem Aus der bundesweiten Pflicht werde jeder versorgt, unter Umständen jedoch vor der Apotheke. „Nach einer ‚freundlichen Aufforderung‘ ging der Mann raus.“ Der Kunde wollte kein Arzneimittel, sondern sich seinen Impfnachweis digitalisieren lassen. Auch das Warten auf den QR-Code habe ihn geärgert.

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