Nebensortiment

14.000 Sextoys aus Apotheken Alexander Müller, 25.01.2017 14:54 Uhr

Berlin - Sexspielzeug gehört nicht unbedingt zum Standardsortiment von Apotheken, aber es kommt vor. Nur in einigen Bundesländern legen die Aufsichtsbehörden den Begriff „apothekenübliche Waren“ enger aus und verbieten die Spielsachen für Erwachsene komplett. Erwartungsgemäß haben Versandapotheke den Löwenanteil des Marktes, seltener wird bei der Stammapotheke um die Ecke gekauft.

Pro Jahr werden nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Insight Health in Apotheken etwa 14.200 Sextoys verkauft, vor allem Vibratoren, Liebeskugeln und Potenzhilfen. Der Versandanteil liegt bei 78 Prozent, demnach gingen nur etwa 3100 Sextoys über den HV-Tisch. Der Umsatz lag zuletzt bei rund 460.000 Euro jährlich.

Damit ist klar, dass nur ein Bruchteil des Geschäftes über Apotheken läuft. Der Umsatz im Markt hat in den vergangenen Jahren zugelegt, die Romane „Fifty Shades of Grey“ und ihre Verfilmung waren ein Segen für die Branche. Sextoy-Versender werben zur besten Sendezeit und verbuchen große Zuwächse. Die Branche hat sich ein komplett neues Image zugelegt und spricht mit Erfolg vor allem weibliches Klientel an.

Laut einer Umfrage von YouGov unter 1009 Personen im November besitzen 25 Prozent der Deutschen Sexspielzeug. Am beliebtesten sind dabei der Vibrator (68 Prozent), gefolgt vom Dildo (46 Prozent). Ausgefalleneres Sexspielzeug wie Analtoys (16 Prozent) oder BDSM-Equipment wie Peitschen (14 Prozent) sind demnach deutlich seltener.

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