Triclosan: Auf die Grundlage kommt es an

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Berlin - Bei der Herstellung von Rezepturen mit dem Wirkstoff Triclosan ist die Auswahl der Grundlage besonders wichtig: Wird die falsche Salbengrundlage gewählt drohen Inkompatibilitäten, die die Qualität der Rezeptur beeinflussen.

Triclosan zählt zu den antiseptischen Wirkstoffen. Die Substanz mit phenolischer Struktur weist jedoch zahlreiche Inkompatibilitäten mit verschiedenen Emulgatoren auf. Diese Wechselwirkungen haben ein Brechen der Emulsion und damit die Instabilität der Zubereitung zur Folge. Das weiße, kristalline Pulver ist sehr lipophil und somit praktisch unlöslich in Wasser. Gut löslich ist es hingegen in mittelkettigen Triglyceriden, Propylenglycol und Ethanol.

Triclosan besitzt ein breites Wirkspektrum, vor allem gegen Staphylokokken ist es sehr wirksam. Eingesetzt werden darf es bei Kleinkindern ab einem Jahr, mit einer Konzentration von einem Prozent. Für Erwachsene liegt die oberste Richtkonzentration bei drei Prozent. Die Häufigkeit der Applikation beträgt ein- bis dreimal täglich und richtet sich nach der Schwere der Erkrankung.

Korrekturfaktor und Konservierungsmittel

Bei der Einwaage von Triclosan kann die Anwendung eines Einwaagekorrekturfaktors nötig sein. Der Wirkstoff kann in einem pH-Bereich von 4 bis 8 verarbeitet werden, das bakterizide Wirkoptimum liegt allerdings bei einem pH-Wert von 5. Aufgrund der hohen Lipophilie kann der Wirkstoff in die Lipidphase der Zubereitung übergehen. Dann ist jedoch die Wirkung nicht mehr gewährleistet. Die Zugabe eines Konservierungsmittels wird daher empfohlen – am besten eignet sich 0,14 Prozent Kaliumsorbat und 0,07 Prozent Zitronensäure.

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