Rezeptgebühr

Wer muss zuzahlen? Nadine Tröbitscher, 22.06.2017 08:05 Uhr

Berlin - Die Rezeptgebühr ist ein sensibles Thema in der Apotheke. Bei der Belieferung sind einige Ausnahmen und Sonderregelungen zu beachten. Wurde vergessen, die Zuzahlung zu kassieren, bleibt die Apotheke in der Regel auf den Kosten sitzen. Es sei denn die Patienten sind zu erreichen und bereit, auf Nachfrage die Selbstbeteiligung im Nachhinein zu entrichten. Wer generell befreit ist oder zuzahlen muss, zeigt die folgende Übersicht.

Sozialhilfeempfänger: Liegt keine Zuzahlungsbefreiung vor, müssen die Versicherten sowohl die Rezeptgebühr als auch Mehrkosten bezahlen, wenn der Festbetrag überschritten wird. Auch OTC-Arzneimittel werden nur für Kinder bis 12 Jahren oder für Jugendliche bis 18 Jahren mit Entwicklungsstörungen übernommen – ausgenommen die Wirkstoffe sind in der OTC-Ausnahmeliste zu finden.

Berufsgenossenschaft: Bei Arbeitsunfällen oder einer Berufskrankheit übernimmt nicht die Krankenkasse des Versicherten die Kosten für die Therapie, sondern die gesetzliche Unfallversicherung. Die jeweilige Berufsgenossenschaft (BG) ist in der Pflicht, die anfallenden Kosten für Heil- und Hilfsmittel zu zahlen. Die Patienten sind dann von der gesetzlichen Zuzahlung befreit.

Ein genereller Erlass der Mehrkosten ist nicht geregelt. Die Betroffenen müssen in der Regel die Festbetragsaufzahlung leisten – es sei denn, der Arzt hat die Notwendigkeit des verordneten Arzneimittels bestätigt, beispielsweise durch das Aut-idem Kreuz. OTC-Arzneimittel werden ebenfalls von der BG übernommen, auch jene, die nicht auf der Ausnahmeliste stehen.
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