Preisbildung für parenterale Zubereitungen – Teil 1

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Berlin - Das Taxieren von Rezepturen ist nicht immer einfach. Vor allem wenn es um parenterale Zubereitungen geht, kann es noch aufwendiger werden. Viele herstellende Apotheken haben hierfür eine eigene Abteilung. Neben den verwendeten Inhaltsstoffen und Primärpackmitteln müssen auch Hilfsmittel und Verwürfe taxiert werden.

Für die Herstellung von parenteralen Zubereitungen müssen Apotheken nicht die größten Gebinde am Markt verwenden. Es kann die Packungsgröße verwendet werden, die dem tatsächlichen Tagesbedarf entspricht. Es dürfen nur Fertigarzneimittel, die nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) in Deutschland zugelassen und verkehrsfähig sind (einschließlich Importarzneimittel nach § 129 Abs. 1 SGB V) verwendet werden.

Der Apothekenabgabepreis ergibt sich aus der Summe der Preise der in der Zubereitung enthaltenen Stoffe. Diese ergibt sich durch die Multiplikation der abrechnungsfähigen Menge mit dem Abrechnungspreis je mg, ml oder I. E. Am Ende wird der festgelegte Zuschlag („Arbeitspreis“) und die Umsatzsteuer addiert. Mit dem Zuschlag sind die Sach- und Verwaltungskosten (Verbrauchsmaterial, Entsorgung und Dokumentation) abgegolten.

Grundsätzlich soll das Primärpackmittel der Trägerlösung als Packmittel für die Zubereitung verwendet werden. Die zusätzliche Abrechnung eines weiteren Primärpackmittels ist nicht zulässig, wenn Abpackungen von Trägerlösungen verfügbar sind die dem Volumen der Verordnung entsprechen. Bei der Ermittlung des Preises für Trägerlösungen ist der „mg-Preis“ gesondert für jede Wirkstärke/Konzentration zu berechnen (Beispiel: getrennte Berechnung für Glucose 5 Prozent und Glucose 40 Prozent).

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