Sonderrezepte

Fresh-up: BG-Rezept APOTHEKE ADHOC, 10.06.2019 10:37 Uhr

Berlin - Wenn es im Betrieb oder auf dem Arbeitsweg zu einem Unfall kommt, übernimmt die gesetzliche Unfallkasse statt der Krankenkasse die Kosten für Arzneimittel. Dies gilt auch für Krankheiten, die berufsbedingt entstehen. Je nach Arbeitsfeld springen die dazugehörigen Berufsgenossenschaften (BG) ein. Für PTA und Apotheker gibt es bei BG-Rezepten einiges zu beachten.

Bei einem BG-Rezept müssen zu den normalen Rezeptangaben einige zusätzliche Felder ausgefüllt werden: Als Kostenträger wird statt der Krankenkasse die zuständige Berufsgenossenschaft eingetragen, eine zugehörige IK-Nummer gibt es nicht. Wurde fälschlicherweise doch die IK-Nummer einer Krankenkasse angegeben, sollte diese von der Apotheke auf dem Rezept gestrichen werden. Desweiteren sind die Felder zum Unfalltag und Unfallort im unteren Teil des Rezeptes auszufüllen. Häufig erledigt das schon die Praxis bei der Ausstellung

Ist dies nicht der Fall, müssen die entsprechenden Felder handschriftlich in der Apotheke ergänzt und mit Datum und Unterschrift versehen werden. Zusätzlich muss das Feld „Arbeitsunfall“ angekreuzt werden. Außerdem müssen Name, Geburtsdatum und Adresse des Unfallversicherungsträgers, sowie das Ausstellungsdatum, der Arztstempel oder ein entsprechender Aufdruck, sowie die eigenhändige Unterschrift des Arztes auf dem Rezept angegeben sein. Die BG-Rezepte entsprechen in ihrer Gültigkeit den Muster-16-Formularen.

Handelt es sich bei der Einlösung des BG-Rezeptes nicht um die Behandlung eines Arbeitsunfalls, sondern um eine Verordnung in Folge einer Berufskrankheit wird das Feld „Arbeitsunfall“ nicht gekreuzt. Beim Feld „Unfalltag“ muss dann das Feststellungsdatum der Krankheit durch die BG angegeben werden. Krankheiten, die durch die Arbeit verursacht sind, sollten sicherheitshalber durch den Zusatz „BK“ auf der Verordnung deutlich gemacht werden.

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