Spezifische Immuntherapie bei Allergie

Faktencheck: Desensibilisierung

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Berlin -

Die Allergiesaison ist bereits in vollem Gange: Für viele Allergiker stellt die Desensibilisierung eine geeignete und wirksame Therapieoption dar. Bei der Belieferung und Abgabe müssen jedoch einige Aspekte beachtet werden. Ein Überblick.

Eine Desensibilisierung wird häufig auch als spezifische Immuntherapie (SIT) oder Hyposensibilisierung bezeichnet: Über einen Zeitraum von ein bis drei Jahren kann ein individueller Allergenextrakt verabreicht werden. Der Arzt ermittelt per Allergietest, welche Stoffe in der Desensibilisierung enthalten sein sollen, und rezeptiert diese. Durch die regelmäßige Konfrontation des Immunsystems mit sehr niedrigen Dosen soll sich das Abwehrsystem allmählich an die Allergene gewöhnen und nicht mehr so stark auf sie reagieren: Die überschießende Reaktion des Immunsystems soll verhindert und Allergiesymptome sollen langfristig gelindert oder bekämpft werden.

Die Hyposensibilisierung ist derzeit die einzige Therapie, bei der die Ursache der Allergie behandelt wird – eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Allergene. Es handelt sich um eine antigenspezifische Therapie, die bei IgE-vermittelten Typ-I-Allergien zum Einsatz kommen kann: Vor allem bei Heuschnupfen oder allergischem Asthma sowie Allergien gegen Hausstaubmilben oder Tierhaare wird sie angewendet.

„Laut Bestellschein“ ist nicht ausreichend

Kommt ein Patient mit einer Verordnung für eine Desensibilisierung in die Apotheke, so liegt dem Rezept stets ein passender Bestellschein bei. Dieser wurde ebenfalls vom Arzt entsprechend ausgefüllt. Es gilt zunächst zu überprüfen, ob die Angaben auf der Verordnung und dem Bestellschein übereinstimmen. Auf dem Rezept müssen die genaue Bezeichnung des Arzneimittels enthalten und am besten mit Handelsnamen und Pharmazentralnummer angegeben sein – die Bezeichnung „laut Bestellschein“ reicht nicht aus. Außerdem müssen die grundlegenden Angaben des Muster-16-Formulars geprüft werden.

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