BtM-Rezept: Höchstmengen beachten

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Berlin - Alle verschreibungsfähigen Betäubungsmittel (BtM) dürfen nur in definierten Höchstmengen verschrieben werden. Auch die Anzahl der parallel verschriebenen BtM ist reguliert: Ohne einen speziellen Vermerk darf der Arzt nicht mehr als zwei Präparate in einem Zeitraum von 30 Tagen verschreiben. Durch den Zusatz „A“ darf im Ausnahmefall von diesen Regelungen abgewichen werden.

Auf einem BtM-Rezept muss eine eindeutige Arzneimittelbezeichnung inklusive der Menge aufgeführt sein. Die Menge muss in Gramm, Milliliter oder Stückzahl gekennzeichnet sein. Aus der Verschreibung muss die Wirkstoffmenge je abgeteilter Form (bei flüssigen Zubereitungen nicht möglich) und je Packungseinheit hervorgehen. Nur so kann die verschriebene Gesamtmenge in der Apotheke überprüft werden. Bei BtM-Pflastern muss die Beladungsmenge eindeutig verordnet sein: Entweder muss diese explizit vermerkt werden, oder sie geht aus der Produktbezeichnung hervor.

Der Arzt muss ebenfalls eine Dosierung festlegen. Die Gebrauchsanweisung muss unter Angabe der Einzel- und Tagesdosis erfolgen. Der allgemeine Hinweis „gemäß schriftlicher Anweisung“ ist ebenfalls zulässig – eine Ausnahme bildet hier die Substitutionstherapie, hier muss eine exakte Anweisung auf dem Rezept vermerkt sein. Insofern die Verordnung einen Vermerk auf eine schriftliche Anweisung enthält, sollte der Patient bei der Abgabe gefragt werden, ob er über die Dosierung und Anwendung ausreichend informiert ist.

Ein Arzt darf innerhalb von 30 Tagen nicht mehr als zwei der in Anlage III BtMG aufgeführten Betäubungsmittel in den vorgegebenen Höchstmengen für einen Patienten verordnen. Die Höchstmengen sind im §2 der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) festgelegt. In Ausnahmefällen kann von dieser Regelung abgewichen werden – durch den Vermerk „A“ auf dem Rezept kann er höhere Mengen oder mehrere Arzneimittel verschreiben.

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