Magen-Darm-Infektionen

Hygiene und Vorbeugung APOTHEKE ADHOC, 02.10.2019 14:48 Uhr

Berlin - Magen-Darm-Infektionen sind nicht nur unangenehm, sondern meist auch hochansteckend. Während einer Erkrankung sollte daher auf ausreichende Hygienemaßnahmen geachtet werden, um eine Verbreitung der Erreger zu vermeiden – Auch zur Vorbeugung ist ein gewisses Maß an Hygiene sinnvoll.

Ausgelöst werden Brechdurchfall & Co. meist durch Viren oder Bakterien. Die Übertragung der Erreger erfolgt dann durch direkten Körperkontakt oder indirekt durch infizierte Gegenstände. Außerdem scheiden Erkrankte die Erreger mit Kot oder Erbrochenem in großen Mengen aus: Noroviren werden beispielsweise noch bis zu 48 Stunden nach Auftreten der eigentlichen Symptome über den Stuhl ausgeschieden. Beim Erbrechen bilden sich außerdem kleinste Viruströpfchen, die in die Luft gelangen. Erbrochenes sollte daher sofort entfernt werden, da es als hochansteckende Infektionsquelle gilt.

Bei unzureichender Hygiene haften kleinste Partikel an den Händen und werden so auf Oberflächen übertragen. Kommt eine andere Person dann mit einem infizierten Gegenstand in Berührung, kann der Erreger schnell in den Mund der Person gelangen und somit in den Körper. Auch über rohe Lebensmittel wie Obst und Gemüse, oder Meeresfrüchte und Trinkwasser können die Erreger übertragen werden.

Viele Erreger sind sehr hartnäckig und haften besonders lange an Oberflächen: Gegen die meisten Desinfektionsmittel sind die Viren zudem immun. Daher gelten besondere Hygienemaßnahmen mit geeigneten Reinigungsmitteln, um eine Ausbreitung zu verhindern. In Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern sind die Noroviren und Rotaviren aufgrund der Ansteckungsgefahr extrem gefürchtet: Oft kommt es zu größeren Ausbrüchen, welche nur schwer einzudämmen sind.

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