Transplantation

Niederlande: Ungefragt zum Organspender APOTHEKE ADHOC, 14.02.2018 08:52 Uhr

Berlin - Während 2017 die Zahl der Organspender in Deutschland mit 797 auf einen neuen Tiefpunkt gesunken ist, dürfte sie in den Niederlanden bald deutlich steigen. Denn hier hat das Parlament am Dienstag ein neues Gesetz zur Registrierung von Organspendern beschlossen. Danach wird jeder volljährige Bürger automatisch als Organspender registriert. Will er das nicht, muss er aktiv widersprechen.

Bislang galt in den Niederlanden dieselbe Regelung wie in Deutschland, wonach sich Organspender aktiv registrieren lassen müssen, beziehungsweise dies durch einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung entsprechend dokumentiert haben.

In Den Haag wurde das heftig umstrittene Gesetz denn auch von der ersten Kammer des Parlaments mit knapper Mehrheit angenommen. 38 Abgeordnete stimmten für diese neue Widerspruchslösung, 36 dagegen. Die Zweite Kammer hatte bereits mit nur einer Stimme Mehrheit zugestimmt. Das Gesetz wird nun der Regierung vorgelegt, die dann entscheidet, wann es im Amtsblatt veröffentlicht wird und in Kraft tritt.

Umgesetzt wird die neue Regelung so, dass künftig jeder Volljährige schriftlich angefragt wird, ob er nach seinem Tod Organe spenden will. Wer dann nicht ausdrücklich widerspricht, wird als Spender registriert. Die Niederlande sind mit dieser Gesetzesänderung das 18. europäische Land, das zur Widerspruchslösung bei der Organspende wechselt.

Auch in Deutschland wird diese Regelung als sinnvolle Maßnahme gegen den extremen Mangel an Spenderorganen diskutiert. Denn mit nur noch 9,3 Spendern pro eine Million Einwohner rutscht Deutschland auf einen Wert, der die Mitgliedschaft im Eurotransplant-Verbund zur Disposition stellen könnte. Denn dieser Verbund setzt eigentlich als Mindestwert für die Teilnahme an diesem Organspendesystem zehn Spender pro eine Million Einwohner voraus.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Packungsdesign

KadeFungin wird blumiger»

Plattformökonomie

Von Wort & Bild zu Curacado zu Pro AvO»

Advantage, Seresto, Droncit

Bayer verkauft Tiergesundheit an Elanco»
Politik

Digitalisierung

eRezept & Co: Warum Deutschland hinterherhängt»

BAH-Gesundheitsmonitor

Schneller in der Apotheke als beim Arzt»

Pharmaindustrie

Julia Richter verlässt BPI»
Internationales

Schweiz

Apotheker statt Arzt – senkt Kassenbeitrag»

Österreich

Lieferengpässe: Defekt-Alarm für Ärzte»

Österreich

„Marktferne Elemente“: Ärzte ätzen gegen Apotheken»
Pharmazie

Rückruf

Caelo: Kamillenblüten müssen Retour»

Generikakonzerne

Stada bringt Forsteo-Biosimilar»

Myelofibrose

FDA: Comeback für Fedratinib»
Panorama

Eigenmarken

Edeka testet Nährwertkennzeichnung»

Job in Hamburg

Kroatische Kollegin: In Deutschland kann ich noch Apothekerin sein»

Leipzig

Polizei findet Rezeptfälscher – im Gefängnis»
Apothekenpraxis

Neue Gebühren

Apothekerin im Clinch mit der Sparkasse»

OLG begründet Preisfreigabe

Wer Rx-Boni gewährt, darf auch billiger einkaufen»

Zwei Rezepturen am Eröffnungstag

Tag 1 in der eigenen Apotheke: „Der ganz normale Wahnsinn geht direkt los“»
PTA Live

Ausbildung

Rezeptur-Premiere für chinesische PTA-Schüler»

Ausbildung

PTA-Praktikantin: Skepsis im Team»

So kommt die Medizin ins Kind

Fünf Tipps zur Medikamentengabe bei Kindern»
Erkältungs-Tipps

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»

Urlaubszeit

Erkältung im Flugzeug»

Erkältungen in der warmen Jahreszeit

Mythos Sommergrippe»
Magen-Darm & Co.

Motilitätsstörungen

Magenverstimmung: Kurze Dauer, vielfältige Ursachen»

Magen-Darm-Erkrankungen

Rotaviren: Gefahr für Kleinkinder»

Spezielle Nahrungsmittel

Kefir – kaukasischer Zaubertrank»
Kinderwunsch & Stillzeit

Schwangerschaft

Das dritte Trimester: Positionswechsel und Gewichtszunahme»

Schwangerschaft

Das zweite Trimester: Von der Lanugobehaarung bis zum Surfactant»

Schwangerschaft

Das erste Trimester: Von der Befruchtung bis zur Organentwicklung»