Verkaufspreise optimieren

Stille Gefahr: Hohe Umsätze, wenig Gewinn

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Berlin -

In Apotheken steigen die Umsätze. Doch diese Kennzahl kann trügerisch sein. Denn trotz gestiegener Verkaufserlöse sind in manchen Betrieben die Erträge rückläufig, da nicht nur die Arzneimittel immer teurer werden, sondern auch die Betriebs- und Personalkosten steigen. Ein Hebel kann die Optimierung des OTC- und Freiwahlsortiments sein.

Der durchschnittliche Nettoumsatz einer Apotheke betrug 2025 laut Abda-Zahlen rund 4 Millionen Euro (2023: 3,4 Millionen Euro). Davon fließen 80 Prozent in den Wareneinsatz. Vom verbleibenden Rohertrag gehen noch Personal- und sonstige Kosten ab. Der Gewinn vor Steuern lag 2025 im Schnitt bei 168.000 Euro – 2023 waren es 148.000 Euro. Von diesem Betrag führen Inhaberinnen und Inhaber Steuern ab, tätigen Investitionen in die Apotheke und müssen sich um ihre Altersvorsorge und Krankenversicherung kümmern.

Umsatz ist nicht Ertrag

Umsatzwachstum bedeutet nicht automatisch wirtschaftlichen Erfolg. Die Betriebskosten machten 2025 rund 619.000 Euro aus, davon entfielen 379.000 Euro auf Personalkosten. 2023 waren es 574.000 Euro (355.000 Euro Personalkosten). Bei diesen Fixkosten können Apotheken nur begrenzt den Rotstift ansetzen, denn Energie und Angestellte müssen bezahlt werden.

In Apotheken gibt es die Tendenz zu immer höherpreisigen Arzneimitteln und steigenden Umsätzen bei sinkenden Roherträgen. Die Apotheke kann die Preise der verschreibungspflichtigen Arzneimittel aber nicht anpassen. Deshalb können Analysen der Warenwirtschaft zur Margenoptimierung bei OTC- und Freiwahlprodukten helfen, den Ertrag zu steigern.

Pricing für Apotheken

Diese Verkaufspreise können ein Ertragshebel sein, damit vorhandenes Potenzial nicht verschenkt wird. Die Pflege der Bepreisung dieser Artikel kann einen hohen Aufwand darstellen, weshalb es verschiedene Werkzeuge mehrere Anbieter gibt, um automatisiert vorzugehen. Auf dem Markt sind Tools der Warenwirtschaftsanbieter sowie unabhängige Software. Ein Vorteil: Die Verkaufspreise können damit standardisiert an die Zielgruppe in der Region und die individuellen Stärken der Apotheke angepasst werden.

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