Kredit vom Rechenzentrum

Rezeptgelder vorab: Pro und Contra

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Berlin -

In Apotheken wird das Geld in vielen Betrieben immer knapper. Gleichzeitig gibt es Entwicklungen hin zu hochpreisigen Arzneimitteln, die oft in Vorleistung bezahlt werden müssen. Verschiedene Rechenzentren bieten eine Vorfinanzierung mit Rezeptgeldern an – und immer mehr Inhaberinnen und Inhaber machen davon Gebrauch.

Bei der vorzeitigen Auszahlung von Rezeptgeldern werden je nach Rechenzentrum verschiedene Gebühren fällig. Diese liegen in der Regel unter den Konditionen von Banken. „Ich sichere mir die Liquidität durch die vorzeitige Auszahlung“, sagt ein Inhaber. „Es ist eine echte Alternative zum Dispo meiner Hausbank.“ Zudem kann flexibel über das Internet über die Auszahlung entschieden werden.

Sinnvoll bei Hochpreisern

Die Vorauszahlung von Rezeptgeldern sei sinnvoll, wenn die Zahlungsfähigkeit eng werde. „Zum Beispiel bei der Versorgung mit Hochpreisern. Alles ist besser, als nicht zu versorgen.“ Gerade wenn man vier Wochen auf das Rezeptgeld warte, könne eine Vorauszahlung helfen. Dadurch spart sich die Apotheke, überhaupt erst in eine angespannte finanzielle Situation zu geraten.

Der Absatz hochpreisiger Arzneimittel mit einem Herstellerabgabepreis von mehr als 1200 Euro verdreieinhalbfacht sich laut dem Bundesverbands des pharmazeutischen Großhandels (Phagro) seit 2010. Diese Medikamente machten zwar weniger als ein halbes Prozent der ausgelieferten verschreibungspflichtigen Präparate aus, hätten aber mittlerweile einen Umsatzanteil von 40 Prozent.

Auszahlungen können bei den Rechenzentren, die Vorauszahlungen anbieten, frei nach den Wünschen gestaltet werden – innerhalb des Rezeptguthabens. Denn als Kreditinstitute dürfen die Unternehmen nicht auftreten. Bei der vorzeitigen Auszahlung werden nur Gelder gewährt, die dem Rechenzentren bereits in Papier- oder E-Rezeptform vorliegen.

Auch einmalige Projekte wie die Investition in den Aufbau von Impfungen in der Apotheke lassen sich mit einer frühzeitigen Auszahlung stemmen. Apotheken können beim richtigen Einsatz wirtschaftlich flexibel bleiben.

Vorzeitige Auszahlung kein Allheilmittel

Eine Absicherung in unsicheren betrieblichen Zeiten ist die vorzeitige Auszahlung deshalb nicht. Denn wer mit den Geldern reguläre Kosten decken muss, dem fehlen sie unterm Strich am Monatsende. Deshalb gibt es auch Kritikerinnen und Kritiker, die vor einem übermäßigen Gebrauch mit Blick auf eine drohende Zahlungsunfähigkeit warnen. Zudem lassen sich die Rechenzentren die flexiblen Auszahlungstermine auch eine Gebühr kosten.

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