Orale Läsionen – Veränderungen der Mundschleimhaut – können extrem schmerzhaft sein. Was oft als harmlose Aphthe beginnt, kann ein Warnsignal für ernste Systemerkrankungen sein. Da die Mundhöhle oft als Spiegel der allgemeinen Gesundheit fungiert, ist eine genaue Einordnung der Symptome entscheidend. Ein Überblick zum Download.
Die Klassifizierung und Ursachen der oralen Läsionen erfolgt meist nach ihrem Erscheinungsbild und ihrer Entstehung. Unterschieden werden dabei:
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Je nach Art der Läsion variiert auch das Beschwerdebild: Symptome wie Schmerzen und Brennen sind typisch für Aphthen, Herpes oder akute Entzündungen. Weiße abwischbare Beläge sind hingegen klassisch für Pilzinfektion. Sind diese nicht abwischbar, spricht das eher für Leukoplakie oder Lichen planus.
Aphthen sind kleine Bläschen auf der Mundschleimhaut oder auch an der Zunge. Die weiß-gelblichen Gebilde haben einen roten Rand. Unterschieden wird in den Minor-Typ mit Wunden, die weniger als 1 cm groß sind, und den Major-Typ mit einer Wundgröße ab 1 cm. Die kleinen Bläschen können für Schmerzen beim Essen, Trinken und Sprechen oder auch Schlucken sorgen. Mehr noch: Platzt die Aphthe auf, können sich Entzündung und Brennen verstärken. Die gute Nachricht: Aphthen sind nicht ansteckend, in der Regel harmlos und verschwinden von allein.
Rötungen und Schwellungen geben einen Hinweis auf Entzündungsprozesse oder traumatische Reizungen. Geschwüre, auch Ulzera genannt, sind offene Stellen, die bei fehlender Heilung länger als zwei Wochen dringend abgeklärt werden müssen. Blutungen stehen oft im Zusammenhang mit Zahnfleischerkrankungen.
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:
In der Regel heilen die schmerzenden Bläschen nach einigen Tagen von selbst wieder ab. Eine Narbe bleibt nicht zurück. Eine Behandlung kann jedoch die Beschwerden lindern und die Heilung beschleunigen. Hier einige Beispiele:
Der Fokus für die Prävention von oralen Läsionen liegt auf der Änderung des Lebensstils: Verzicht auf Tabak und Alkohol, Optimierung der Mundhygiene und des Stressmanagements.
Achtung: Jede Veränderung im Mund, die länger als 14 Tage besteht, schmerzlos ist oder sich verhärtet anfühlt, sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden, um bösartige Veränderungen frühzeitig auszuschließen.
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