PKA-Nachwuchs fördern

Nachwuchs schaffen: Ausbildungsapotheke nachhaltig aufbauen

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Berlin -

Der erste Azubi ist gefunden – und jetzt? Eine gute Ausbildung beginnt nicht erst am ersten Arbeitstag. Wer in der Apotheke ausbilden möchte, sollte frühzeitig Strukturen schaffen, Verantwortlichkeiten klären und überlegen, wie neue Aufgaben vermittelt werden. Besonders am Anfang gilt: Nicht alles auf einmal, sondern Schritt für Schritt.

Ein fester Ansprechpartner – im besten Fall ein:e PKA-Ausbilder:in – oder ein:e Verantwortliche:r für die Ausbildung gibt Orientierung. Auch ein grober Einarbeitungsplan kann sinnvoll sein, sofern es die Abläufe der Apotheke zulassen. Neue Aufgaben sollten zunächst erklärt und gezeigt werden, bevor sie selbstständig übernommen werden. So kann die oder der Auszubildende nach und nach Sicherheit gewinnen.

Struktur schafft Sicherheit

In der ersten Woche muss nicht sofort die gesamte Fachmaterie vermittelt werden. Zunächst geht es um die Abläufe der Apotheke; Mitlaufen, Beobachten und Fragenstellen sollten Vorrang haben. Anschließend kommen erste eigene Aufgaben hinzu, wie das Auffüllen von Sicht- und Freiwahl vor Ladenöffnung oder das Bereitstellen von Proben und Flyern. Dabei sollte der Nachwuchs von Anfang an ins Team eingebunden werden.

PKA-Azubis sind wichtig für die Apotheke vor Ort. Ihnen zu wenig zuzutrauen, wäre daher ein Fehler. Doch die Verantwortung muss Schritt für Schritt wachsen – aber genau dafür ist die Ausbildung da.

Zeit investieren und Potenziale erkennen

Klar ist: Eine Ausbildung bindet die Zeit der erfahrenen Teammitglieder; Dinge müssen erklärt, gezeigt und manchmal mehrfach wiederholt werden. Doch diese Investition zahlt sich aus, wenn die oder der Auszubildende zunehmend selbstständig arbeiten kann. Eine zu hohe Erwartungshaltung kann dabei genauso problematisch sein wie das Unterschätzen der angehenden PKA.

Das Berufsbild der PKA bietet weit mehr Möglichkeiten, als Waren zu verbuchen oder ans Telefon zu gehen. Je nach Größe und Konzept der Apotheke sowie der Arbeitsteilung innerhalb des Teams können PKA beispielsweise bei der Arbeitsplanung, Flyergestaltung oder im Social-Media-Bereich mitwirken.

„Eine Apotheke braucht PKA. Ohne sie funktioniert vieles nicht. Und wer glaubt, dass PKA nur Waren verbuchen und ans Telefon gehen, unterschätzt das Berufsbild gewaltig“, befindet eine Apothekeninhaberin aus Heidelberg.

Auch Ausbilder:innen können sich weiterentwickeln

Wer selbst ausbilden möchte, kann sich entsprechend qualifizieren und beispielsweise den Ausbilderschein erwerben. In diesem Rahmen werden nicht nur rechtliche Grundlagen vermittelt, sondern auch die Ausbildungsplanung und pädagogische Methoden.

Eine gute Ausbildungsapotheke braucht deshalb vor allem Struktur, Geduld, Empathie und Optimismus. Wer Zeit investiert, Orientierung gibt und seinem Nachwuchs Schritt für Schritt Verantwortung zutraut, schafft die Grundlage für gut ausgebildete und langfristig wertvolle Teammitglieder.

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