Bunter Körperschmuck

Schwermetalle & Co: Gesundheitsrisiko Tätowierfarbe? APOTHEKE ADHOC, 26.11.2019 13:43 Uhr

Berlin - In Deutschland ist jeder Fünfte tätowiert, andere Erhebungen ergaben sogar eine noch höhere Quote. Die Tendenz ist jedenfalls steigend. Das Landesamt für Lebensmittelsicherheit in Rostock untersuchte verschiedene Tätowierfarben und sieht in der Tinte weiterhin ein hohes Gesundheitsrisiko. Passende Kundenflyer zu den Themen Tattoofarbe und die richtige Pflege von frischen Tattoos stehen im LABOR als Downloads zur Verfügung.

Insgesamt wurden zehn schwarze und vier farbige Produkte aus unterschiedlichen Tattoostudios in Deutschland analysiert. Von den 14 verschiedenen Tätowierfarben wurden sechs – und damit knapp die Hälfte – vom Amt beanstandet. Der Grund dafür: In zwei Proben waren die Cadmiumgehalte zu hoch. Das Schwermetall gilt als besonders gesundheitsschädlich. Zwei weitere Farbproben enthielten einen nicht deklarierten Konservierungsstoff und zwei andere Farben waren fehlerhaft gekennzeichnet.

Die analysierten Proben waren teilweise original verschlossen und teilweise angebrochen. Acht von ihnen stammten aus den USA und drei aus Deutschland. Die übrigen drei Proben enthielten keine Angaben zur Herkunft. Das Problem: Tätowiermittel bedürfen keiner Zulassung. Daher sind die Hersteller selbst für die Sicherheit der Farben verantwortlich. „Für viele Stoffe der Farbmischungen ist nicht bekannt, wie sie im menschlichen Körper wirken“, heißt es in der Mitteilung des Landesamtes für Lebensmittelsicherheit. Dennoch gelte der allgemeine Grundsatz des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches: Es dürfen nur sichere Produkte eigenverantwortlich verwendet werden.

Bei der Kennzeichnung gab es sowohl fehlende Angaben der verantwortlichen Person beziehungsweise des Verwendungszwecks, sowie in Bezug auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Verwendungsdauer nach dem Öffnen. Neben der Kennzeichnung wurden die Farben auf ihren mikrobiologischen Status, den Gehalt an den Konservierungsstoffen aus der Gruppe der Isothiazolinone, sowie die Elemente Arsen, Antimon, Barium, Blei, Cadmium und Nickel geprüft. Isothiazolinone haben schon in relativ geringer Konzentration ein hohes Allergiepotential und stellen damit beim Einbringen in die Haut ein besonderes Risiko dar.

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