Pharmazieingenieure

Zwischen Edel-PTA und Light-Apotheker Julia Pradel, 09.11.2015 12:04 Uhr

Berlin - Pharmazieingenieure sind eine aussterbende Spezies: Bereits vor der Wende, im Jahr 1988, begannen die letzten Schüler ihr Studium in Leipzig. Noch heute verschafft die Berufsgruppe, die stärker von Frauen geprägt wird als jede andere in der Apotheke, den Arbeitgebern einen wichtigen Wettbewerbsvorteil: Pharmazieingenieure stellen Arzneimittel her, geben Medikamente an Kunden ab und können für eine gewisse Zeit sogar einen Apotheker vertreten.

Der Beruf des Pharmazieingenieurs ist aus dem Apothekenassistenten hervorgegangen. Letzterer wurde 1951 eingeführt, weil nach dem Zweiten Weltkrieg ein gravierender Mangel an pharmazeutischem Fachpersonal die Versorgung mit Arzneimitteln bedrohte. Es musste schnell pharmazeutisches Personal her – und so wurde ein neuer Beruf mit einer zweijährigen Ausbildung geschaffen. In Leipzig entstand erstmals in Deutschland eine Einrichtung zur Ausbildung mittlerer pharmazeutischer Fachkräfte.

1970 wurde entschieden, den Beruf weiterzuentwickeln. Die Fachschulkader sollten in Leitungspositionen eingesetzt und mit verantwortlicheren Aufgaben als bisher betraut werden. Die Ausbildung wurde kurzerhand auf drei Jahre verlängert. Sie fand weiterhin in Leipzig statt, die ehemalige „Fachschule für Apothekenassistenten“ wurde 1971 in „Ingenieurschule für Pharmazie“ umbenannt.

Die Ausbildung zum Pharmazieingenieur war zentral organisiert, die Schule in Leipzig war die einzige Ausbildungsstätte der DDR. Damals folgte auch in der Ausbildung die Nachfrage dem Angebot: „Es wurde irgendwo eine große Schule gebaut und die Wohnheime dazu“, erklärt Oberstudiendirektor Gerhardt Taube, der die Schule von 1976 bis 1992 leitete.

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