Immunisierung

Halbe Impfpflicht fürs Apothekenteam Eva Bahn, 12.09.2018 13:55 Uhr

Berlin - In den Apotheken ist das Thema Impfen ständig präsent. Meist bestellen Privatversicherte oder Arztpraxen Impfstoffe, die so manches mal nicht lieferbar sind und mühsam beschafft werden müssen. Demnächst steht auch der saisonale Grippeschutz wieder an. Doch wie sieht es denn beim eigenen Impfstatus aus? Wissen Sie, wo Ihr Impfpass liegt?

Bei Kindern und Jugendlichen greift zumeist ein Automatismus. Im Rahmen der U-Untersuchungen beim Kinderarzt werden die Kleinen geimpft, damit sie einen guten Schutz vor den gefährlichsten Krankheiten aufbauen können. Dieser bröckelt jedoch, wenn der Nachwuchs erwachsen wird. Mit steigendem Lebensalter lässt die Durchimpfungsrate immer mehr zu wünschen übrig, denn die wichtigen Auffrischungsimpfungen werden oft vergessen.

Da in Deutschland keine Impfpflicht besteht und es auch kein zentrales System zur Erhebung des Impf- oder Immunstatus der Einwohner gibt, werden diese Daten dezentral über Stichproben erhoben. Dabei ergibt sich ein unerfreuliches Bild, denn die ermittelten Quoten weichen besonders bei den Erwachsenen weit von dem ab, was die Europäische Union als Ziel vorgibt. Die Durchimpfungsrate gegen Influenza sollte bei Senioren um etwa 75 Prozent liegen, doch in Deutschland erreicht sie gerade einmal knapp 35 Prozent.

Alle zehn Jahre muss an die Spritze gegen Tetanus, Diphterie, Kinderlähmung und Keuchhusten gedacht werden um den Schutz aufrecht zu erhalten. Wer in gefährdeten Gebieten wohnt, kann eine FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)-Impfung in Erwägung ziehen, die nach drei Intervallen bereits einen Schutz für drei Jahre bietet. Eine zusätzliche Immunisierung gegen Masern ist sinnvoll, wenn in der Jugend nur einmal geimpft wurde – insbesondere angesichts der nun beinahe jährlich einsetzenden Masernwellen in Europa.

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