Pollen den Kampf ansagen

Cetirizin: Ein Klassiker gegen Allergien

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Berlin -

Wenn im Frühling der große Pollenflug beginnt, leiden viele Menschen unter Allergien. Nicht selten kommt dabei das Antihistaminikum Cetirizin zum Einsatz. Der Wirkstoff zählt zu den bekanntesten Mitteln gegen Heuschnupfen. Bei der Einnahme gilt es jedoch einiges zu beachten.

Die Auswahl an antiallergischen Wirkstoffen hat sich in den vergangenen Jahren vergrößert. Am häufigsten kommt dennoch der Klassiker Cetirizin zum Einsatz. Oftmals wird gezielt nach dem Antiallergikum gefragt, da die Einnahme bereits lange bekannt ist. Es handelt sich dabei um einen selektiven, peripheren H1-Rezeptorantagonisten der zweiten Generation. Im Vergleich zu älteren Antihistaminika wie Diphenhydramin oder Doxylamin, die heute nicht mehr bei Allergien eingesetzt werden, macht Cetirizin deutlich weniger müde.

Was tun gegen Müdigkeit unter Cetirizin?

Dennoch leiden viele Patient:innen auch unter Cetirizin-Einnahme unter starker Schläfrigkeit. Je nach Ausprägung ist der Alltag nur schwer zu bewältigen. Da Erwachsene den Wirkstoff nur einmal täglich einnehmen müssen, kann die Anwendung am Abend erfolgen, um die Nebenwirkung bestmöglich zu „verschlafen“ und über Tag fit zu sein.

Um die Müdigkeit zu verringern, kann die Tagesdosis auch auf zwei gleiche Hälften aufgeteilt werden. Mittlerweile gibt es jedoch auch freiverkäufliche Präparate, die anstelle einer Mischung aus dem R- und S-Enantiomer nur Levocetirizin enthalten und noch weniger müde machen sollen. Alternativ stehen weitere antiallergische Wirkstoffe zur Option.

Die Dosierung von Cetirizin richtet sich nach dem Alter beziehungsweise dem Körpergewicht:

  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 10 mg einmal täglich
  • Kinder (6 bis 12 Jahre): 5 mg zweimal täglich
  • Kinder (2 bis 6 Jahre): 2,5 mg zweimal täglich

Hinweis: Für die kleinen Patient:innen steht Cetirizin in Form von Saft zur Verfügung.

Cetirizin wirkt gegen die typischen Symptome einer Allergie, die Wirkung basiert auf einer Blockade der Histamin-Rezeptoren. Zu den typischen Beschwerden gehören:

  • verstopfte oder laufende Nase mit wässrigem Sekret (Heuschnupfen)
  • Riechstörungen
  • Augensymptome (juckende, tränende oder brennende Augen)
  • Atembeschwerden & Luftnot
  • Schleim im Hals
  • Nesselsucht mit Quaddelbildung
  • Juckreiz

Stiftung Warentest nimmt Allergiemittel unter die Lupe

Stiftung Warentest hat verschiedene Heuschnupfen-Mittel unter die Lupe genommen – unter den Siegern sind die typischen Klassiker der Allergiezeit. Grundsätzlich unterscheidet Warentest zwischen lokalen und systemischen Darreichungsformen: Sind vor allem Augen und/oder Nase betroffen, kann schon eine lokale Therapie mit Augentropfen und Nasenspray helfen. Oft werden diese sogar in Form von Kombipackungen angeboten. Systemische Therapien wie Cetirizin sind bei stärkeren oder übergreifenden Beschwerden angezeigt.

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