Weltwirtschaftsforum

Rösler: Kontakte für Konzerne

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Berlin -

Philipp Rösler hat einen neuen Job: Der bisherige FDP-Chef und ehemalige Wirtschafts- und Gesundheitsminister heuert beim Weltwirtschaftsforum in Cologny bei Genf an. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus wird er ab Ende Februar im Management für die weltweiten Regierungskontakte der Stiftung zuständig sein.

„Ich werde nunmehr mit meiner Familie in die Schweiz ziehen und von Genf aus für das Weltwirtschaftsforum tätig sein“, sagte Rösler dem Magazin. Dort sei er „künftig verantwortlich für die regionalen Aktivitäten des World Economic Forums außerhalb der Schweiz“.

„Ich glaube, dass Herr Rösler gerade in der jetzigen Phase der Entwicklung unseres Forums wesentlich zu unserem weiteren Erfolg beitragen kann“, sagte der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab.

„Für mich war weniger wichtig, dass er FDP-Chef oder Wirtschaftsminister war, sondern wichtig war die Frage: Bringt er die menschlichen und beruflichen Fähigkeiten mit, diese wichtige Funktion im Weltwirtschaftsforum auszuüben?“

Das Weltwirtschaftsforum wurde 1971 von Schwab als gemeinnütziger Verein gegründet, die Finanzierung kommt von Milliardenkonzernen, die rund 35.000 Euro Mitgliedsbeitrag zahlen. Die Teilnahme am jährlichen Treffen in Davos kostet extra; in dem Wintersportort kommen Ende Januar führende Wirtschaftsexperten und Politiker zusammen, um über aktuelle Themen zu diskutieren.

Rösler hatte sich als Wirtschaftsminister unter anderem in der Gesundheitsbranche einen Namen gemacht: Gemeinsam mit seinem Pareifreund und Nachfolger im Gesundheitsministerium, Daniel Bahr, hatte er die „Exportinitiative Gesundheitswirtschaft“ ins Leben gerufen, um deutsche Medizintechnik- und Pharmahersteller bei der internationalen Expansion zu unterstützen.

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