Pille danach

Vorrat von der Versandapotheke APOTHEKE ADHOC, 18.02.2015 15:26 Uhr

Berlin - Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats hat sich für ein Versandverbot für Notfallkontrazeptiva ausgesprochen. Das stößt beim Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) auf Kritik: „Es wird einmal mehr oder weniger geschickt suggeriert, dass die Apotheke vor Ort das alleinige Mittel der Wahl darstellt“, so der BVDVA-Vorsitzende Christian Buse. Die Begründung der Länder, dass das Präparat nicht sofort vorliege und die Beratung nicht ausreichend sei, lässt er nicht gelten.

Man verwahre sich gegen den unterschwelligen Vorwurf, eine versendende Apotheke berate nicht genügend. Das Gegenteil sei der Fall: Versandapotheken würden seit Jahren nicht schlechter abschneiden als die reine Vor-Ort-Apotheke.

Auch das Argument, dass das Präparat nicht sofort verfügbar sei, lässt der BVDVA nicht gelten: Eine sehr zeitnahe Einnahme, wie es die medizinische Indikation vorsehe, sei bei Nicht-Bevorratung zu Hause in keinem Fall möglich.

„Fakt ist, dass das Medikament vor Ort auch nicht unbedingt sofort erhältlich ist, weil es in der Regel über den Großhandel bestellt werden muss“, so Buse. Er bringt Vorräte ins Spiel: „Was spricht denn dagegen, dass sich Frauen nach eingehender Beratung mit einem Notfallkontrazeptivum über den Versandhandel bevorraten? Sollen sie im Notfall darauf hoffen, dass die Apotheke die Pille danach vorrätig hat?

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