Berlin

Kammerwahl: Keine Mehrheit für Belgardt Tobias Lau, 21.03.2019 11:45 Uhr

Berlin - Die Berliner Apotheker haben eine neue Delegiertenversammlung gewählt. Die Liste von Kammerpräsident Dr. Christian Belgardt verliert 6 Prozent und fünf Sitze im Apothekerparlament. Sie hat keine eigene Mehrheit. Großer Gewinner ist die von Dr. Björn Wagner angeführte Liste „Apotheker aus Wissenschaft, Industrie und Verwaltung“ (WIV-Apotheker).

Mit neun Sitzen sind die WIV-Apotheker in der neuen Delegiertenversammlung vertreten, acht mehr als in der letzten Legislaturperiode. Von 11,6 Prozent im Jahr 2015 konnte sich Wagners Liste auf 19,2 Prozent verbessern. 2015 hätten seiner Liste fünf Sitze zugestanden, Wagner war aber allein angetreten. Der Fall war in der Wahlsatzung nicht geregelt, die Beteiligten füllten die Lücke, indem sie sich im Nachhinein darauf einigten, die vier übrigen Sitze nach dem d‘Hondt-Verfahren zu verteilen. Zwei der Sitze gingen dadurch an die Liste „Offizin-Apotheke“ von Belgardt.

Die kam so auf 23 Sitze statt der 21, die sie laut Wählervotum erhalten hätte. In der neuen Versammlung wird die Liste „Offizin-Apotheke“ nur noch mit 18 Sitzen vertreten sein. Ihr Wahlergebnis fiel von 46,4 auf 40 Prozent. Stark verloren hat auch die von Kerstin Kemmritz angeführte Liste „Allianz Aller Apotheker“: Ihr Ergebnis fiel von 30,3 Prozent bei der Wahl 2015 auf 23,2. Sie verliert damit vier Sitze und hat jetzt noch 11 Delegierte.

Bei der neu aufgestellten Liste „Hauptstadtapotheker“, mit der sich Listenführerin Annette Dunin von Przychowski an die angestellten Apotheker Berlins wendet, blieb die große Überraschung aus. Sie erhielt 7,2 Prozent und zieht mit drei Delegierten in die neue Versammlung. Leicht verloren haben die „Aktiven Apotheker*innen“. Die von Maximilian Buch angeführte Liste büßt etwas über 1 Prozentpunkt ein und kommt nun auf 10,3 Prozent. Damit hat sie 4 der insgesamt 46 Sitze, zwei weniger als bisher.

Für die Delegiertenversammlung wurden 45 Sitze gewählt, ein Sitz steht einem von der Freien Universität Berlin ernannten Vertreter zu. Die Wahlbeteilung lag wie 2015 lediglich bei 40 Prozent. Von 5369 wahlberechtigten Apothekern gaben 2184 ihre Stimme ab, 50 davon waren ungültig.

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